Bővebb ismertető
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ost-West-Konflikt ein zentraler Bestimmungsfaktor der internationalen Politik. Die Teilung Deutschlands und Europas, die Formierung der militärischen Blöcke, der Gegensatz der Gesellschaftssysteme sowie die Unvereinbarkeit der Wertvorstellungen und Ideologien führten im Ost-West-Verhältnis zu einer andauernden Periode der Konfrontation und Erstarrung, die durch die Annahme wechselseitiger Bedrohung und eine Tendenz zur Abgrenzung im östlichen Staatensystem gekennzeichnet war. Nach der Kuba-Krise im Herbst 1962 begann sich zwischen den USA und der Sowjetunion unter dem Vorzeichen der von Präsident Kennedy proklamierten Strategie des Friedens ein Wandel abzuzeichnen. Unabhängig vom Gegensatz der Gesellschaftssysteme und teilweise erheblich divergierender politischer Interessen hatten die beiden Weltmächte ihre gemeinsame Verantwortung für die Vermeidung einer globalen militärischen Konfrontation ausdrücklich anerkannt und suchten nun nach Wegen einer begrenzten Kooperation.Diese Politik einer Konfliktbegrenzung verlief nicht ohne Komplikationen und Rückschläge. Schon bald zeigte sich, daß Verhandlungspolitik und eine Ausweitung von Handelsbeziehungen die verschiedenen politischen und ideologischen Gegensätze nicht aufheben konnten. Eine realistische Entspannungspolitik mußte daher einen grundlegenden Wandel im Ost-West-Verhältnis als einen langen Weg betrachten, der nur mit kleinen Schritten erfolgreich bewältigt werden konnte. Während die Ost-West-Politik bis zum Beginn der siebziger Jahre in erster Linie im bilateralen Rahmen - einerseits zwischen den USA und der Sowjetunion, andererseits durch die Deutschland- und Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland - vorangetrieben wurde, führte die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die im Juni 1973 offiziell eröffnet wurde und am 1. August 1975 mit der Unterzeichnung der KSZE-Schlußakte ihren Abschluß fand, zu einer Multilateralisierung der Ost-West-Politik, in die neben den USA und Kanada alle europäischen Staaten (mit Ausnahme von Albanien) eingebunden waren.Seit dieser Zeit haben sich im Ost-West-Verhältnis positive Veränderungen ergeben. Auf unterschiedlichen Wegen wurden die politischen Kontakte intensiviert. Dabei spielten Fragen der Rüstungskontrolle und Abrüstung eine besondere Rolle. Trotz tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten, die sich aus der sowjetischen Hochrüstung der ausgehenden siebziger Jahre und dem NATO-Doppelbe-schluß ergeben hatten, gelang es den beiden Supermächten - vor allem nach dem Amtsantritt des neuen sowjetischen Generalsekretärs Gorbatschow im März 1985 -, erste Verhandlungserfolge zu erzielen.9