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EINLEITUNG
Über zehn Jahre sind seit dem Ableben von P. Teilhard de Chardin vergangen, ein Zeitraum, in dem viel über sein Leben und sein Werk geforscht und geschrieben wurde. Wer ihn persönlich als Forscher auf Expeditionen, in Laboratorien oder wissenschafllichen Kongressen erlebte, dem müssen einige Zweifel über die einseitige Auswertung seiner Werke aufkommen. Ich selbst kannte ihn als den der Paläontologie, Geologie und menschlichen Vorgeschichte hingegebenen Forscher, als den Verfasser von etwa zweihundert wissenschaftlichen Publikationen, als den einem abenteuerlichen und rastlosen Leben verschriebenen Menschen. Es wäre angebracht, ihn auch einmal von dieser Seite darzustellen und eine Gedenktagung dem naturwissensdbafllichen Werk dieses genialen Mannes zu widmen. Die mir bei der Planung der Teilhard-Tagung gegebenen Möglichkeiten ließen es jedoch ratsam erscheinen, solche Absicht reifen und statt dessen verschiedene Perspektiven seines Werkes von berufenen Kennern aufweisen zu lassen, um sie zur Diskussion zu stellen. Der Reiz seines Vermächtnisses liegt ja gerade in der außergewöhnlichen Gabe, die Vielfalt unserer geistigen Welt erregend zu gestalten, dem mensdilichen Phänomen neuartige Werte abzugewinnen und neue Quellen des Bewußtseins zu erschließen.
Bei der Einführung zu der im letzten Herbst in Meersburg abgehaltenen Gedenktagung, deren Beiträge hier mit wenigen Ausnahmen zusammengestellt sind, glaubte ich darauf hinweisen zu müssen, wie sehr die Eigenart erdgeschicht-lidier Forsdiung die ganze Denkweise von P. Teilhard de