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VorwortAlexej Tolstois Roman Peter der Erste" verkörpert die besten Züge des sowjetischen historischen Romans. In mustergültiger Form finden wir darin die geschichtlichen Ereignisse dargestellt, die das russische Leben in der turbulenten Übergangsepoche Peters I. kennzeichnen.Tolstoi arbeitete über zweieinhalb Jahrzehnte am Peter-Thema. Kurz nach der Oktoberrevolution schrieb er die Erzählung Halluzination", die in dieser Epoche spielt. Nach einiger Zeit beendete der Dichter die Erzählung Zar Peters Werktag", die den Umgestalter des russischen Staates vor dem Hintergrund des im Aufbau befindlichen Petersburg zeigt. 1928/29 schrieb Tolstoi ein Schauspiel über Peter, die Tragödie Die Folter", in deren Handlung er historische Personen und Episoden einbezog, die im Vergleich zu seiner Erzählung den Inhalt des Geschichtsgemäldes wesentlich erweitern und ein detailliertes Zeitbild vermitteln.1929 begann der Schriftsteller seinen großen Peter-Roman, der eine bedeutsame Wendung in Tolstois Auffassung dieses geschichtlichen Themas herbeiführte. Die neue sowjetische Realität, die Verwirklichung der großen Pläne auf allen Gebieten der Volkswirtschaft, die Entwicklung der Geschichtswissenschaft bestimmten die historische Schau des Künstlers. Der Dichter wechselte vom psychologischen Drama zu einer breit angelegten sozial-historischen Chronik, einem Roman über, der eine ganze Epoche schilderte; er fand neue Ausdrucksmöglichkeiten, um die Vergangenheit in ausschürfender Tiefe und Wahrheitstreue darzustellen und den wesentlichen Kern in Peters historischem Auftrag zu offenbaren.In seinem Aufsatz Der Marxismus bereichert die Kunst" hob Alexej Tolstoi hervor, daß er sich die Vorstellung von jener fernen Epoche in hartnäckigem und qualvollem Ringen erarbeiten mußte, ehe ihm die Gestalt des Zaren, dessen Bild sich ihm Jahre hindurch immer wieder entzog, endgültig klarwurde. Peter hatte ich schon längst genauestensl*3