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A. N. TOLSTOIS „PETER DER ERSTE"
Alexej Nikolajewitsch Tolstois (1883—1945) Roman „Peter der Erste" verkörpert die besten Züge der sowjetischen 'historischen Romanliteratur. Vom Standpunkt der materialistischen Geschichtsauffassung aus schildert er in vollendeter künstlerischer Form die geschichtlichen Ereignisse, die uns das Leben des russischen Volks während des gewaltigen Umbruchs der stürmischen Epoche Peters des Ersten vor Augen führen.
Der Entstehung des Romans „Peter der Erste" ging eine Reihe anderer historischer Schöpfungen aus der Feder Alexej Tolstois voraus, die gewissermaßen die Vorstufe zum Roman bildeten. Die Gestalt Peter I. beschäftigte Tolstoi insgesamt über zweieinhalb Jahrzehnte.
Kurze Zeit nach der Revolution entstand Tolstois Erzählung „Die Versuchung", deren Fabel der Epoche Peters entnommen ist. Bald darauf veröffentlichte der Dichter die Erzählung „Ein Tag Peters", in der uns die Erscheinung des großen Umgestal-ters des Russischen Reichs, sich vom Hintergrund des im Aufbau befindlichen Petersburgs abhebend, bereits unmittelbar gegenübertritt. Tolstoi hatte jedoch die historische Bedeutung der von Peter verwirklichten schroffen Umgestaltung noch nicht begriffen und wußte sie nur einseitig und negativ zu beurteilen.
In den Jahren 1928—1929 vollendet Tolstoi sein historisches Peter-Drama — die Tragödie „Am Wippgalgen", reich an historischen Gestalten und Episoden, die im Vergleich zur Erzählung Peters Epoche weit anschaulicher und ausführlicher darstellen und sie eingehend charakterisieren. Aber auch die Tragödie trägt den Stempel der willkürlich-subjektiven Geschichtsauffassung des Dichters. Peter wird als eine alleinstehende, krankhafte Persönlichkeit gezeigt, die unter der ihre Kräfte über-
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