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VORWORT DES HERAUSGEBERS
Vorliegendes Lehrbuch stellt sich die Aufgabe, Studierenden der Medizin und Naturwissenschaften, Landwirten, Förstern, Pharmazeuten usw. eine leicht faßliche Einführung in die Pflanzenanatomie zu bieten. Es hat sich in seiner Heimat gut bewährt, und da der Verfasser desselben durch seine physiologischen Arbeiten auch in Deutschland bekannt geworden ist, so schien es angebracht, das durch große Klarheit ausgezeichnete Lehrbuch auch in deutscher Sprache herauszugeben. Zumal nachdem die Pflanzenphysiologie desselben Autors auch in der deutschen Übersetzung viel Anerkennung gefunden hat.
Vorliegendes Buch ist aber nicht in allen Teilen eine wortgetreue Übersetzung. Der Herausgeber sah sich veranlaßt, manches zu streichen, manches einzufügen und manches in abweichender Reihenfolge zu bringen. Es waren natürlich nur didaktische Gründe für die Änderungen maßgebend, und der Herr Verfasser hatte die Freundlichkeit, zu den geplanten Änderungen seine Zustimmung zu erteilen. So wurde im 6. bis 8. Kapitel des ersten Teiles der Stoff etwas anders als im Original gruppiert und die Kapitelüberschriften entsprechend verändert. Dann im 9. Kapitel die Hinweise auf die Zellbildung,slehre C. F. Wolffs und Schleidens und die Betrachtung über die Beziehung zwischen Reduktionsteilung und Grenerations-wechsel eingefügt. Ferner wurde die Einteilung der Grewebe im 1. Kapitel des zweiten Teiles und die Unterabteilungen im 2. Kapitel des zweiten Teiles strenger gefaßt und klarer gesondert. Mehrere Abbildungen wurden durch instruktivere ersetzt, deren Quellen immer angegeben sind. Namentlich aber wurde versucht, in der ganz neu bearbeiteten Einleitung die Grundbegriffe der „Zelle", „Energide", des „zellulären und nicht zellulären Baues" an Hand konkreter Beispiele so klar als möglich darzustellen. Dieser Lehrgang hat sich in der Unterrichtspraxis des Unterzeichneten gut bewährt, und er benutzt die Gelegenheit, ihn weiteren Kreisen vorzulegen. Selbstverständlich übernimmt er allein die Verantwortung für diese Art der Darstellung. Möge das Buch viele Freunde unter den Studierenden und Lehrern finden!
Zürich im März 1914. S. Tschulok.
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