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Vorwort.
Meinem im Manuskript schon im Herbst 1922 abgeschlossenen, im Buchhandel aber erst im Herbst des vorigen Jahres erschienenen Buche „Augustin und die phänomenologische Religionsphilosophie der Gegenwart, mit besonderer Berücksichtigung Max Schelers" folgte wenige Wochen nach seiner Veröffentlichung das wertvolle Buch von Erich Przywara S. J., „Religionsbegründung. Max Scheler^—J. H. Newman" (Freiburg i. Er.). Wir beide hatten von unsrer Absicht, literarisch zur Religionsphilosophie Schelers Stellung zu nehmen, gegenseitig nichts gewußt. Doch hat ein gütiges Geschick es gefügt, daß trotzdem unsre Bücher nebeneinander am Platze sind, da sie sich in vielem ergänzen. Anderseits hat die Lektüre des Buches von Przywara es mir als wünschenswert erscheinen lassen, die wesentlichsten Lehren der Religionsphilosophie Schelers unter Beschränkung auf das Hauptsächlichste nochmals darzustellen, um sie in größerer Ausführlichkeit entwickeln zu können, als der beschränkte Raum meines Hauptbuches dies zuließ. Teils nämlich fürchte ich, daß das Verständnis verschiedener Kapitel in dem Werke Przywaras manchem Leser doch recht schwer fallen dürfte, teils verbinden Przywara und ich mit dem Begriff der Phänomenologie und der „Wesensschau" nicht ganz den gleichen Sinn, und teils endlich scheint mir der Gegensatz, der tatsächlich zwischen Scheler und Thomas von Aquin in fast allen Grundanschauungen vorhanden ist, bei Przywara nicht überall scharf genug hervorzutreten. Und doch kommt es in philosophischen Fragen neben der rein sachlichen Behandlung