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Der geschichtliche Charakter des letzten Krieges tritt in zwei großen Erscheinungen heraus. Der Krieg erscheint einmal als das erste, dem ganzen Brdkreis gemeinsame Erlebnis, als der erste sinnfällige Ausdruck einer Weltperiode, in der die mannigfachen, über den Planeten verstreuten Sonderentwicklungen von einer zusammenschießenden Bewegung ergriffen wurden. Und es erscheinen dann als der Gegenstand, an dem sich dies planetarische Erleben entzündete, Machtwille und Gefühlswelt der zusammengefaßten Ivänder sich orientierten: die Deutschen. Es ist ganz und gar nicht bloß ein nationales, sondern ein intellektuelles Anliegen, diese deutsche Stellung zu begreifen. —
Wir wissen dem kritischen Sinn sein Recht, der, um das Lebendige abzuschätzen, nicht von dort seinen Ausgang nimmt, wo der Heroismus eines Einzelnen, einer Nation sich gewaltsam in den Mittelpunkt der Dinge rückt —; so verderben die Wurzeln der reinen Betrachtung. Wir suchen die Stärke einer Erkenntnis, die, mag noch so sehr das eigene Dasein in Frage gestellt sein, es sich setzen läßt auf dem Grunde des Ringens der umfassenden Mächte eines Weltzeit alters. Aber wer sich gegen die I^ähmung der Erkenntnis durch den Willen wehrt, hat erst recht Anlaß, die I^ähmung der Erkenntnis durch den Unwillen zu bekämpfen. Nicht nur aus ethischer Übermacht, sondern auch aus ethischer Ohnmacht können die Ziele der Erkenntnis verdunkelt werden. —