Bővebb ismertető
Vorwort
Die lebhafte Entwicklung des philosophischen Denkens in der Nachkriegszeit verpflichtete mich zu einer gründlichen Neugestaltung meines „Philosophischen Wörterbuches", das ich ja überhaupt als eine ewige Aufgabe betrachte. So ist denn sein Umfang in dieser neuen Auflage von 20 auf 30 Bogen gewachsen, die Zahl der Stichwörter hat sich um etwa 1000 vermehrt, die seitherigen Artikel sind zum großen Teil neu bearbeitet, hinzugekommen sind 32 Bildnisse großer Philosophen, sowie eine zeitliche Übersicht der philosophischen Denkarbeit. Auch religionsgeschichtliche und soziologisch-politische Artikel sind diesmal, neben den naturphilosophischen, in größerer Zahl aufgenommen. Die Literatur ist selbstverständlich bis auf die Gegenwart ergänzt. Reichliche Verweisungen verschränken die einzelnen Artikel noch mehr als bisher zu einem in sich einheitlichen Ganzen.
Auch diesmal wieder habe ich bekannten und unbekannten Freunden zu danken, die durch Mitteilung, Beihilfe, Erinnerung und Widerspruch an der Vervollkommnung des Wörterbuches mitgeholfen haben. Ganz besonders den Herren Rudolf Marx und Max Matthäi vom Verlag Alfred Kröner, durch deren Mitarbeit das Buch in sachlicher wie in technischer Hinsicht sehr viel gewonnen hat. Der Verlag selbst hat keine Mühe und Anstrengung gescheut, um das Buch auch in seinem Äußeren auf die Höhe zu bringen; daß er trotz des vermehrten Umfanges und sorgfältiger Ausstattung den Preis so niedrig gehalten hat, verdient wärmste Anerkennung.
Die Freunde meines Wörterbuches bitte ich, es auch in seiner neuen Gestalt kritisch zu betrachten und mir ihre Verbesserungsvorschläge mitzuteilen; ich werde sie dankbar aufnehmen und verwerten, sofern sie nur dem Charakter des Buches im ganzen nicht zuwider sind.
Vielfach hat man mir gesagt, das Buch sei besonders auch deshalb so beliebt geworden, weil darin nicht bloß trockene Definitionen und Erklärungen gegeben seien, sondern alles Einzelne von einer temperamentvollen einheitlichen Welt- und Lebensanschauung getragen und durchdrungen sei. Ich mache kein Hehl daraus: ich bekenne mich zum Monismus in der Form, wie er in dem gleichnamigen Artikel dieses Buches dargestellt ist, und der, kurz gesagt, nichts anderes ist