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Optik
Ursprünglich bedeutete Optik die Lehre vom Sehen, umfaßte also eigentlich alles, was wir mit dem Auge wahrnehmen. Die Physik behandelt jedoch von den Erscheinungen dieser Art nur einen Teil. Ausgeschlossen sind vor allen Dingen die subjektiv bedingten Lichtempfindungen. Beim Schlagen oder Stoßen gegen das Auge sehen wir beispielsweise „Funken fliegen". Diese Beobachtung gehört nicht in die Physik, sondern in die Physiologie. Gegenstand der Physik ist das objektiv vorhandene, von uns Licht genannte Agens, das in unserem Auge die Lichtempfindung auslöst. Nun können diese von außen kommenden Reize unsere Sinne auch irreführen; optische Täuschungen zum Beispiel sind jedermann geläufig. Auch solche Erscheinungen sollen im folgenden nicht ausführlich behandelt werden. Physiologische und psychologische Fragen scheiden wir also im wesentlichen aus unserer Betrachtung aus. Dagegen rechnet man zur Optik andererseits Vorgänge, die mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können. Hierbei ist beispielsweise an das unsichtbare ultraviolette und das ultrarote Licht gedacht. Das sind Erscheinungen, die dem sichtbaren Licht wesensgleich sind: Es sind elektromagnetische Wellen. So wird für uns die Optik zu einem Teilgebiet der Elektrizitätslehre, sie behandelt nämUch elektromagnetische Wellen sehr kleiner Wellenlänge.