Bővebb ismertető
Als mehr als zwanzig Jahre nach ihrer Ent-
stehung die Collagen von Picasso in der Galerie
Pierre in Paris im Jahre 1935 ausgestellt wurden,
gab es unter den Kunstfreunden nur wenig
Begeisterung. Die Sammler zeigten keinen Mut,
obwohl sie von Preisen hätten profitieren
können, die die leichteren Geldbeutel ansprachen.
Man glaubte nicht recht an den Wert solcher
Arbeiten, die aus dem Inhalt der Papierkörbe
komponiert zu sein schienen. Die Entwicklung
der Kunst selbst hat dann zum Verständnis bei-
getragen, zur Erkenntnis dessen, was die Kubi-
sten mit fertigem Material für die Bildwirkung
erreichen konnten. So viele Maler sind ihnen
seither gefolgt, daß die Collage ein Ausdrucks-
mittel wie jedes andere geworden ist. Aber bei
aller Üppigkeit der Früchte, die von Picasso,
Braque und Juan Gris ausgestreute Samenkörner
gebracht haben, ist den Werken dieser großen
Vorläufer eine besondere Bedeutung erhalten
geblieben.
Nach den Worten von Picasso selbst soll es
ein kleines Stilleben ovalen Formats mit einem
Kordelrahmen gewesen sein, in dem er zum
erstenmal ein Stück Materie verwandt hätte, ein
Stück gewachster Leinwand, welches das Rohr-
geflecht von Stühlen nachahmt. Darüber hat der
Maler das Holz des Sitzes gemalt, auf dem nun
verschiedene Gegenstände stehen: Glas, Pfeife,
Zeitung, angeschnittene Zitrone, Messer (Abb.2).
Lange Zeit in den Winter 1911/12 datiert, soll
dieses Werk viel mehr aus dem Frühjahr 1912
stammen, nach den Forschungen von Douglas
Cooper, der hier »eine viel genauere Wahr-
nehmung des Gegenstandes als in den Bildern