Bővebb ismertető
Diese Ausstellung verknüpft zwei weltbekannte Namen: Pablo Picasso und Peter Ludwig, der Künstler und der Sammler. Was sie verbindet, ist eine Leidenschaft: die Kunst. Als Peter Ludwig 1947 Picasso für sich entdeckt, ist er 22 Jahre alt, der Künstler 66 - ein Genie, dessen Kunst im Nachkriegs-Deutschland nicht zu sehen ist. Tief beeindruckt, promoviert der junge Kunsthistoriker 1950 mit einer Disserta-tion über Picasso. Was danach folgt, ist die logische Fortsetzung dieser frühen Ent-deckung. Peter und Irene Ludwig sammeln jahrzehntelang leidenschaftlich die Werke des Meisters der Moderne, eine Leidenschaft, die noch kein Ende gefunden hat. Das Picasso-Sammeln wird zum Lebenswerk und spielt eine zentrale Rolle in dergesamten Sammlertátigkeit des Ehepaars.
DaB diese Sammlung, von der 180 Werke zum ersten Mai in ihrer Gesamtheit einem breiten Publikum gezeigt werden und deren insgesamt 835 Werke im Katalog aufgelistet sind, ist ein Ereignis von höchster Bedeutung sowohl für die Picasso-Forschung als auch für die Besucher dieser Ausstellung. Die Sammlung, die über Jahre mit Liebe und Sachkenntnis aufgebaut wurde, wirft ein neues Licht auf das Gesamtwerk Picassos. Sie ist eine faszinierende Reise in das unglaubliche und umfangreiche Schaffen des Künstlers. In dieser umfassenden Ausstellung entdeckt der Besucher Werke, die nie oder nur selten öffentlich gezeigt wurden.
Das früheste Werk in der Sammlung stammt aus dem Jahre 1899, das spáteste entstand im August 1972, einige Monate vor dem Tode des Künstlers. Ein übersieb-zig Jahre ununterbrochenes Schaffen wird hier Jahr für Jahr dokumentiert. Alle wichtigen Phasen sind mit bedeutenden Werken vertreten. Peter und Irene Ludwig hatten die einmalige Chance, das Spátwerk von Picasso persönlich verfolgen zu können, dessen GröBe sie auch sehr früh erkannt habén. Dreizehn Werke in der Sammlung sind aus dem Jahre 1972 und schlieBen die Ausstellung mit einem wun-derbaren Schwerpunkt chronologisch ab.
Peter und Irene Ludwig habén diese Ausstellung vorallem durch ihre langjáhrige und unermüdliche Tátigkeit als Picasso-Sammler ermöglicht. Die Idee dieser Ausstellung wurde von ihnen enthusiastisch begrüBt, und sie habén alle ihre Kráfte ein-gesetzt, damit das Projekt zustande kommen konnte. Sie waren immer bereit, mit Rat und Tat unsere Bemühungen zu erleichtern, sowohl im Bereich der wissen-schaftlichen Forschung als auch in der gesamten Organisation. Vor allém sind wir aber dem Ehepaar Ludwig für seine Bereitschaft, sich für eine lángere Zeit von den Werken zu trennen, zutiefst dankbar.
Die Ausstellungstournee fángt im Museo Picasso in Barcelona an, was mehr als nur ein Symbol ist. SchlieBlich hat Picasso selbst sehr viel zur Gründung dieses Museums beigetragen. DaB die Ausstellung danach im Kölner Museum Ludwig stattfindet, wo sie auch vorbereitet wurde, versteht sich von selbst, da wichtige Werke in Köln zuhause sind. Die letzte Station ist Nürnberg, wo auch zum ersten Mai alle Sammlungen von Peter und Irene Ludwig fürdie Neueröffnung des Germa-nischen Nationalmuseums zusammenkommen,
Die wissenschaftliche und organisatorische Verantwortung dieser Ausstellung und des Katalogs hat Evelyn Weiss, stellvertretende Direktorin des Museums Ludwig, in enger Zusammenarbeit mit dem Museu Picasso in Barcelona übernommen, und wir danken ihr herzlich für ihr unermüdliches Engagement bei diesem Projekt. Die Publikation ist in Zusammenarbeit mit Barbara Thiemann entstanden, der wir auch für ihre engagierte Tátigkeit zu Dank verpflichtet sind.
Maria Teresa Ocana, Gerhard Bott, Marc Scheps