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»Picasso? Nein, der liegt mir nicht. . . Mit dem kann ich nichts anfangen Frauenbilder von Picasso? Das muß ja gräßlich sein: viereckige Augen und die Nase hinten, wie? Nein - das sagt mir gar nichts!« So oder ähnlich klingen die Ausrufe derer, die m Illustrierten oder Kulturfilmen, auf Postkarten oder in Sammelmappen, in Abhandlungen über moderne Kunst oder auch in umfänglichen Büchern einige Dutzend aus der überströmenden Fülle der Bilder dieses meistzitierten, meistgezeigten, meistbesprochenen und doch immer wieder unverstandenen, mißverstandenen Malers sahen und - je nach Temperament und Bemühen - sich angewidert oder erschrocken abwandten. Und mm sind auch in diesem Bändchen ein Drittel aller Darstellungen solche, auf denen »die Nase hinten sitzt«? Vor Picassos Bildern muß man sehen lernen. Ein langjähriger Freund des Malers, Jahne Sabart&, hat von ihnen gesagt: »Man muß sie mit ganzer Seele schauen, ohne jedes Vorurteil.« Natürlich sind der Verwirklichung dieser Absicht vor Reproduktionen Grenzen gesetzt; die Farbwiedergaben können nur unvollkommene Hinweise auf die Originale sein -unvollkommen und zugleich hochwülkommen, da die meisten Originale sich in privaten Händen befinden und uns also unsichtbar sind. Sich in die Frauenbüdnisse einzusehen, lohnt aber ganz besonders; denn wie mannigfach die Themen seiner reichen Phantasiewelt auch sind, welch tiefgreifenden Wandlungen der Maler im Laufe der Jahrzehnte auch unterworfen ist - der Frau wendet er sich immer wieder zu. Beherrschend erhebt sie