Bővebb ismertető
Pieter Brueghels Bedeutung in der Geschichte der Malerei erschöpft sich nicht in dem, was er als Landschaftsmaler geschaffen hat. Er lebt nicht ohne Grund in der Vorstellung seiner Zeitgenossen und der Nachwelt als der »Bauem-brueghel«, der Schilderer flämischen Volkslebens. Jedoch sein Beitrag zur Landschaftsmalerei ist gewichtig genug, um eine gesonderte Betrachtung berechtigt erscheinen zu lassen. Die Wirkung seiner Gemälde beruht zu einem großen Teil darauf, daß Brueghel der Umgebung des Menschen ihr Recht zuteil werden läßt, und in einem tieferen Sinn darauf, daß er sich mit der unbelebten Natur aufs innigste verbunden fühlt. Er knüpft an Überkommenes an, aber er sieht es neu und erobert bis dahin unbetretene Gebiete des Künstlerischen. So treibt er die Entwicklung ein beträchtliches Stück vorwärts und gibt der Landschaftsmalerei einen ganz neuen Sinn.
Brueghel gehört einer Zeit an, die für die Kunst nördÜch der Alpen eine Zeit der Ebbe ist. Er ist geboren etwa als Dürer starb — das genaue Geburtsjahr keimt man nicht, es muß zwischen 1525 und 1530 liegen — wird 1551 Meister der Malergilde und bleibt nur kurze Zeit am Werk; bereits 15Ö9, rund 40 Jahre alt, ist er gestorben. Der ganze Norden und nicht am wenigsten die Niederlande unterliegen damals einer Überfremdung. Die Künstler wandern nach Italien, um an den Werken der Renaissance zu lernen, wie man schulgerecht aus prächtigen Menschengestalten großangelegte Bildergebäude auffuhrt, die historische, allegorische oder religiöse Personen und Begebenheiten zum Gegenstand haben. Die niederländische Kunst dieser Zeit ist vorwiegend eine Kunst aus zweiter Hand, unverbunden mit dem Heimatboden und dem Volk. Nur dünn rieselt neben