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VORWORT
Der Initiative des Archivars der „Nederlandse Hervormde Kerk" Dr. J. P. van Dooren verdanken wir den Plan zur Veranstaltung einer wissenschaftlichen Tagung für die Geschichte des Pietismus. Auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft für das Archiv- und Bibliothekswesen in der evangelischen Kirche auf der Insel Reichenau im September 1972 machte er den Vorschlag, den nächsten Kirchen-archivtag im Tagungsort „Woudschoten" bei Zeist abzuhalten.
Die Tagung wurde getragen von der niederländischen „kerkhistorisch Gezelschap", der „Commissie voor de protestantse kerkelijke archieven" und der deutschen „Arbeitsgemeinschaft für das Archiv- und Bibliothekswesen in der evangelischen Kirche". Eine überraschend große Zahl von Teilnehmern, nicht weniger als 107 Kirchenhistoriker und Archivare aus Belgien, Deutschland, England, den Niederlanden, Schweden, Süd-Afrika und den Vereinigten Staaten, war ein Zeichen des wissenschaftlichen Interesses am Pietismus, dessen wichtige theologie- und kirchengeschichtliche Bedeutung immer mehr anerkannt wird. Da man auf niederländischem Boden tagte, war es selbstverständlich, daß vor allem der einheimische reformierte Pietismus und das niederländische Reveil in besonderer Weise Berücksichtigung fanden, ohne indessen die internationalen Beziehungen ausser acht zu lassen.
Anläßlich der Tagung veranstaltete das „Aartsbisschoppelijk Museum" in Utrecht vom 15. Juni bis zum 18. August 1974 eine Ausstellung „Vromen en Verlichten. Twee eeuwen protestantse geloofsbeleving, 1650-1850", auf deren Katalog, mit erläuternden Artikeln und vielen schönen Bildern wir besonders hinweisen.
Dank der Bereitwilligkeit der Referenten, ihre Vorträge zur Verfügung zu stellen und der Arbeit der beiden Herausgeber liegen diese gesammelten Studien über Pietismus und Réveil jetzt im Druck vor. Sie geben ein vielfarbiges Bild des Themas und werden hoffentlich zu weiterer Forschung anregen.
W. F. Dankbaar Tagungsvorsitzender