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An jenem Frühlingstag funkten die Wettersatelliten das übliche Bild: Wolkenfelder, Küstenformen, Inselgruppen, die blaudunstig auf den Ozeanen des Planeten schwammen.Südlich der Philippinen bildete sich der erste Taifun des Jahres aus. Fast alle großen Inseln des westpazifischen Raumes waren von Gewittern bedeckt. Über Borneo, Celebes, Sumatra und Java reihten sich Quellwolkenmassen zu Unwetterfronten auf.Das Antlitz der Erde wurde von der SateUitenhöhe aus nicht durch die Verteilung von Land und Wasser geprägt, sondern durch Wolkenmassen. Es wechselte täglich. Aber nie zeigte sich eine Spur von Leben.Zwischen den Wolkenpilzen jedoch, die über Indonesien emporschössen, bewegte sich ein winziger Punkt: eines jener Zehntausende von Flugzeugen, die zu jeder Zeit unterwegs waren - in dem schmalen Band zwischen Erde und Stratosphäre, das die Technik bisher als Bewegungsspielraum für sie erobert hatte.Den winzigen Punkt stellte eine Fokker dar, die Tag für Tag zwischen Denpasar, Djakarta und Bangkok pendelte. Ihre Besatzung wurde dringend in Bangkok erwartet. Dessen Flugplatz Don Muang lag zur Zeit noch unter heftigen Gewitterschauern, sollte aber zur Ankunftszeit frei von Regen sein. Auf der welligen Landebahn hatten sich knöcheltiefe Pfützen gebildet; und der Stationsleiter der Trans-continental in Bangkok starrte trist durch die verregneten Scheiben des Büros der Luftfahrtgesellschaft und sagte zu seinem Assistenten: Wenn die Herren von der Fokker sich beeilen, können wir den Anschluß nach Deutschland halten."Hat aber nicht den Anschein!" sagte der Assistent.Wo hängt unsere Boeing?" fragte Stationsleiter Raff.Keine Ahnung, die letzte Positionsmeldung ist drei Stunden alt, da stand sie noch dekorativ in Hongkong. Sie wissen doch: hier findet die Nachrichtenübermittlung mit dem Fahrrad statt. Der hinkende