Bővebb ismertető
VorwortDer vorliegende Band versammelt die Ergebnisse und, in zum Teil erheblich erweiterter Form, die Vorträge, die vom 25.10.-27.10.2007 bei dem vom Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein der Universität Wien, der Kirchenväterkommission und der Kommission für antike Literatur und lateinische Tradition der Österreichischen Akademie der Wissenschaften als Abschluss des vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) geförderten Projekts Kommentar zu Marsilio Ficino, De amore" veranstalteten Symposium gehalten wurden.Den Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen bildete die Vielzahl von Themen naturwissenschaftlichen, medizinischen, astrologischen, mythologischen, ja magischen Charakters, die in den Schriften des Florentiners begegnen. Die Wirkung, die von seinem Werk für das philosophische Denken ausgeht, erklärt sich aus der Vielseitigkeit, mit der der Autor das Vorgefundene, nahezu die gesamte ihm vorausliegende philosophische und wissenschaftliche Literatur behandelt - Ficino ist Philosoph, Theologe und Arzt in einer Person -, und aus der Aktualität der Fragestellung.Einige dieser Verbindungen, und darüber hinaus oft auch nicht vermutete Weiterfuhrungen von Ficinos Denken, wurden von den Vortragenden herausgearbeitet und ergaben sich zusätzlich durch den zeitlichen Ablauf des Symposiums. Die Vorträge befassten sich mit den philosophischen Vorläufern und den Quellen Ficinos, mit der Philosophie Piatons und dem neuplatonischen Denken Plotins (Arbogast Schmitt, Eugen Dönt, Maria - Christine Leitgeb, Kurt Sier, Elisabeth von Samsonow, Thomas Ricklin, Kurt Smolak), mit der Interpretation von Ficinos Schriften selbst (Christine Harrauer, Stéphane Toussaint, Sergius Kodera, Paul Richard Blum), und schließlich mit gelegentlich an überraschenden Orten begegnender Rezeption platonischen Denkens in Texten der Neuzeit (Franz Römer, Elisabeth Klecker, Richard Heinrich).,Symmetrie und Schönheit' lautet der Titel von Arbogast Schmitts Beitrag. Der Autor befasst sich darin mit Plotins Kritik an hellenistischen Proportionslehren und ihrer Wirkungsgeschichte im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Ausgehend von Plotins Enneade 1,6 (,Über das Schöne') entwickelt Schmitt eine umfassende Studie über den Begriff des Schönen in seinem platonischen und nachplatonischen Kontext.