Bővebb ismertető
VORWORTRudolf Stark wurde von einem frühen Tod mitten aus seinen Forschungen gerissen. Daß es ihm nicht vergönnt war, sein Lebenswerk zu vollenden, hat alle, die ihm nahegestanden waren, tief erschüttert. So haben sich denn Kollegen, Schüler und Freunde zusammengefunden, um in diesem Buch, dem vierten Band der von ihm begründeten Reihe, eigene Arbeiten seinem Andenken zu widmen. Dabei schien es sinnvoll, Untersuchungen zum antiken Staatsdenken zusammenzutragen, zu jenem Forschungsgebiet also, dem Rudolf Stark seit seiner Dissertation, besonders aber in den letzten Jahren seines Lebens Aufmerksamkeit und Kraft gewidmet hatte. Die einzelnen Beiträge sollten sich so zwar dem Generalthema Politeia und Res publica" unterordnen. Aber jeder Mitarbeiter sollte, frei in der Methode, aus dem jeweiligen Aspekt seiner Forschungsrichtung ein spezielles Thema bearbeiten, sei es zur Verfassungswirklichkeit einer bestimmten Epoche, sei es zu den philosophischen Theorien vom Staat, sei es zu den reflektierten oder auch unre-flektierten Auffassungen bestimmter Personen oder Zeiten vom Staat und von den Aufgaben des Bürgers und des Politikers, sei es in mehr literarhistorischen Untersuchungen zu Werken, in welchen Staatstheorien und Staatsauffassungen dargetan werden. Wenn auch in einem solchen Sammelband Vollständigkeit keineswegs erstrebt werden konnte, so sollte es doch gelingen, wesentlich neue Erkenntnisse auf diesem Gebiete zusammenzutragen, insonderheit sollte die Vielfalt der Auffassungen sichtbar werden. Und in der Tat reichen nun die Untersuchungen kontinuierlich vom homerischen Zeitalter bis hin in die Spätantike.Die Beschränkung auf ein Thema bedeutete freilich auch einen Verzicht. Denn mancher, der sich Rudolf Stark verbunden wußte, hätte gern mitgearbeitet, wenn das Generalthema seinem Forschungsgebiet nicht zu fern gelegen hätte. Aber den Ausschlag gab schließlich die Erwartung, auch durch dieses Buch werden der Name Rudolfs Starks für immer mit dem Themenkreis Politeia und Res publica", der ihn so sehr gefesselt hatte, verbunden bleiben. Begleitet von dem Wunsch, daß diese Hoffnung sich erfüllen möge, gehe das Buch nun hinaus.Peter SteinmetzSaarbrücken, im März 1968