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VORWORT
Die Diskussion neuer Forschungsergebnisse ist eine wesentliche Zielsetzung der vom Institut für Europäische Geschichte regelmäßig zu Themen der modernen europäischen Geschichte veranstalteten Kolloquien. Insbesondere sollen auf diese Weise in der Forschung divergierende Interpretationen verdeutlicht und debattiert werden. Solche Kontroversen haben sich in den letzten Jahren auch zunehmend für die Beurteilung der Entwicklung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere der Genesis des Ost-West Konfliktes herausgebildet. Wesentliche Anstöße gingen hier von der amerikanischen Forschung aus, die zunächst durdi die relativ gute Quellenlage in den Vereinigten Staaten begünstigt war. Der Versuch einer Neubewertung der Genesis des Ost-West Konfliktes durch die amerika nischen „Revisionisten" hat In den letzten Jahren in vielen Ländern empirische Forschungen zur Nachkriegsgeschichte stimuliert. Auch in der Bundesrepublik hat sich die zeitgeschichtliche Forschung zunehmend Themen der Nachkriegszeit und namentlich der Vorgeschichte der Bundesrepublik Deutschland zugewandt.
Am 26. und 27. November 1976 veranstaltete das Institut für Europäisdie Geschichte In Mainz ein Kolloquium zu dem Thema „Politische und ökonomische Stabilisierung Westdeutschlands 1945—1949". Bei den hier publizierten fünf Beiträgen handelt es sich um die erweiterten und um Anmerkungen ergänzten Fassungen der bei diesem Kolloquium vorgetragenen Referate zur Deutsdilandpolitik der westlichen Alliierten. Wir danken Werner Abelshauser (Bochum), Gerhard Klersch (Berlin), Manfred Knapp (Frankfurt), Werner Link (Trier), James P. May (Mandiester) und William E. Paterson (Warwick) für die sdinelle Überarbeitung ihrer Beiträge. An der Diskussion dieser Referate waren außer den Stipendiaten des Instituts für Europäische Geschichte folgende auswärtige Historiker und Politikwissenschaftler beteiligt: Reinhard Bollmus (Trier), Karl Dietrich Bradier (Bonn), Alexander Fischer (Frankfurt/Main), Roland G. Foerster (Freiburg), Fritz Kallenberg (Darmstadt), Jürgen von Kruedener (München), Rudolf Morsey (Speyer), Raymond Poidevln (Metz), Maarten van Rossem (Utrecht), Klaus Sdiwabe (Frankfurt/Main), Dieter Scriverlus (Düsseldorf), Tony Sharp (Dundee), Jan Stehl (Aachen) und Christoph Welsz (München). Ihnen allen danken wir, weil sie durdi Ihre Mitwirkung die Debatte belebt und auf diese Welse den Verlauf des Kolloquiums entscheidend mitbestimmt haben.
Leider hat sich die Teilnahme des amerikanischen Historikers John GImbel, der In den vergangenen Jahren wiederholt zu Problemen der amerikanischen Deutschlandpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg Stellung genommen hat, mitten Im akademischen Jahr nicht realisieren lassen. Das ist um so mehr zu bedauern, als sicii