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EINFÜHRUNG GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK - Die AusmaRe einer möglichen frühgeschichtlichen Siedlung auf dem Lavagestein-Grat, dort, wo Pompeji entstelien sollte, sind nicht zu bestimmen, da die Keramik-Funde, die man auf die Gruben-Graber aus der Eisenzeit (9.-7.Jh.v.Chr.) zurückführen könnte, ciufserst spárlich sind. Auf gr und der schwierigen Wasseruersorgung, bedingt durch die Lage, ist eine Siedlung vor der zweiten Half te des 7.Jhs.v.Chr. eher auszuschlieféen. lm Zugé der griechischen Kolonisation (Ischia und Cuma) und der der Elrusker (Capua) im Laufe des 8.Jhs.v.Chr. im Gebiet Kampaniens, beginnt Pompeji seine stadtische Entwicklung um das Forum herum, an dem wichtige Handelswege zusammenlaufen und das so, dank seiner Lage an der Mündung des Sarno, zu einer zentralen Kreuzung der Strafíen ins Landesinnere wurde. Bis Mitte des 5.Jhs.v.Chr. wurde die Stadt von den Etruskern beherrscht. Dies wird durch eine Bucchero-Vase mit etruskischer Schrift belegt, auch wenn im 6. Jh.v.Chr. der Einflufí griechischer Kultur sehr deutlich ist, was die Terrakotta-Verzierungen Die Mysterienvilla. Einzelansicht eines Schlafzimmers mit perspektivisch gemalter Kulisse im 2. Stil. des Tempels des Apoll, aus Griechenland gebrachte Keramikgegenstánde und dorische Architekturmerkmale deutlich machen. Nach der Niederlage der Etrusker bei der Schlacht von Cuma 474 gegen die Griechen und die Syrakusaner wurde im Laufe des 5.Jhs.v.Chr. dieses fruchtbare Gebiet von den Samnitern aus dem bergigen Landesinneren besetzt. Dies geschah durch militárische Vorgange, aber auch durch ein langsames, allmáhliches Vordringen in dieses Gebiet, was mit der Annahme der hier herrschenden Sitten und Gebráuche einherging. Wahrscheinlich dehnte sich Pompeji damals über den gesamten Lavagestein-Grat aus und wurde von einer Mauer umgeben. Wáhrend des 4.Jhs.v.Chr. beginnt die stadtische Entwicklung Pompejis in rechtwinkeliger Form, und es entstehen Gebáude aus Kalkstein. In jener Zeit bilden sich Konflikte zwischen der samnitischen Stadtbevölkerung und den Samnitern, die aus dem Landesinneren einzudringen versuchen. Entscheidend ist nun der Eingriff Roms, das am Ende dieser samnitischen Kriege (343-290 v.Chr.) die Vorherrschaft über Kampanien erhalt. Pompeji kommt bei diesen Auseinandersetzungen nur eine untergordnete Rolle zu, wie auch bei den Kriegen Hannibals (218-201 v.Chr.). Als námlich die Mehrheit der Stádte Kampaniens, die sich auf Hannibals Seite geschlagen hatten, nun vom siegreichen Rom hart bestraft wurden, war Pompeji in einer recht günstigen Lage. Als das Mittelmeer dann von den Römern beherrscht wurde und sich der Handel gut entwickelte, erlebte Pompeji im 2. Jh.v.Chr. eine wahre Blütezeit in wirtschaftlicher Hinsicht, vor allém was die Erzeugung und den Export von Wein und Öl betraf. Dieser Wohlstand spiegelt sich in einer enormen Entwicklung der öffentlichen und privátén