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Auftakt
Entdecken Sie Prag!
Seit der Eiserne Vorhang gefallen ist, darf die Goldene Stadt wieder glänzen. Aus reicher Geschichte und viel versprechender Zukunft mixt die Moldaumetropole eine blendende Gegenwart
Es klingt kurios wie vieles in
Prag: Die Stadt an der Moldau hat mit ihrem Namen im Grunde wenig zu tun. Praha heißt auf deutsch Schwelle und bezeichnete jene Stelle, an der der Fluss am leichtesten zu überqueren war -die Furt also, und nicht die wenigen Siedlungen, die damals an den Ufern der Moldau standen. Doch als diese zur Stadt wuchsen, ging der Name auf den wichtigen Handelsplatz über.
Der Bau der Judithbrücke, der Vorgängerin der Karlsbrücke, im Jahr 1158 markiert einen wichtigen Punkt in der Beziehung zwischen Stadt und Fluss. Der erste steinerne Brückenschlag über die Moldau, unter Karl IV. durch die später so genannte Karlsbrücke ersetzt, bildete jahrhundertelang die einzige feste Verbindung zwischen beiden Ufern - aber er trennte auch: die Burg von den Bürgern, also den Adel der Kleinseite von den Händlern in der Altstadt.
Heute hat sich die moderne Großstadt mit 1,2 Millionen Ein-
^n Prag führen viele Brücken über die Moldau
Auf der Karlsbrücke wird musiziert
wohnern auf etwa 500 km^ weit über die Moldauhügel ausgebreitet, teils mit unansehnlichen Platten-bausiedlungen. Kleinseite und Altstadt sind jedoch im Stadtkern wie zur steinernen Kulisse eines Freilichttheaters verschmolzen. Prag hat eine der größten geschützten Zonen Europas - und Prag hat ein großes Problem. Fast das komplette Zentrum ist von der Unesco als Denkmal anerkannt, doch Experten befürchten den schleichenden Verlust des Juwels. Als Grund nennen sie weit reichende Versäumnisse in der Denkmalpflege - Konsequenzen einer zögerlichen Kommunalpolitik. Erkannt hat dies auch der Fachbeirat der UN-Kulturorgani-saüon, der die historische Prager Innenstadt unlängst in die Liste der
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