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VORWORT
Die tägliche Arbeit mögliciist rationell und ökonomisch zu gestalten ist eine Forderung, die auch vor Kliniken und wissenschaftlichen Instituten nicht haltmacht und sich keinesfalls nur auf Industrie und Wirtschaft beschränkt. Für lie lielange der gerichtsmedizinischen und pathologischen Institute gilt es alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die ein Institut bietet oder die bei der Arbeit außerhall) der Einrichtung noch einzusetzen .sind, um in kürzester Frist optimale Ergebnisse zu erzielen. Vom Gerichtsmediziner wird beispielsweise erwartet, rasch und unmittelbar im Anschluß an die Obduktion der Untersuchungsbehörde ein möglichst umfassendes Gutachten zu geben, ähnliches wünscht der Kliniksr vom Pathologen. Besonders bei der Zusammenarbeit mit jüngeren Ärzten und mit Studenten machte sich immer wieder das Fehlen eines Nachschlagewerks bemerkbar, das dem Gerichtsmediziner und dem Pathologen bei schwierigen oder unklaren Fällen iinmittelbar am Objekt Hinweise für orientierende Unter-.suchungen gibt, die dann den Weg für weitere subtile Untersuchungen festlegen. Mit Freude kamen wir deshalb der Anregung unseres verehrten Lehrers, Herrn Prof. Dr. Prokop, nach, die wichtigsten Schnellmethoden für den Gebrauch im Sektionssaal zusammenzustellen, verbunden mit einigen Hinweisen zur Sektionstechnik, die sich in unseren Instituten bewährten. Da an Sektionsvorschriften kein Mangel ist, beschränkten wir uns nur auf Techniken, die nicht allgemein gebräuchlich sind. Wir sind uns im klaren, daß in dem einen oder dem anderen Institut Techniken geübt werden, die den unseren überlegen, und Schnellmethoden benutzt werden, die uns nicht geläufig sind. Wir würden uns freuen, gäbe man uns die Möglichkeit, diese kennenzulernen, um sie später einem größeren Kreis zugänglich zu machen. Dieses Buch stellt also den Versuch dar, praktisch Erprobtes zusammenzufassen und für die praktische Arbeit zu empfehlen. Es ist inis ein Bedürfnis, allen denjenigen herzlich zu danken, die uns bei der Arbeit vniterstützten, insbesondere unseren gemeinsamen Lehrern, Herrn Prof. Dr. Prokop und Herrn Prof. Dr. Bahrmann. Letzterem güt besonderer Dank für seinen Beiti-ag über die morphologischen Auswirkungen der Bluthochdruckerkrankung, der ge^^'iß größtes Interesse finden wird, und für eine Reihe schöner Farbaufnahmen, die er uns freundlicherweise zur Verfügung stellte.
Berlin, im April 1964 Hildegard Falk • Kurt Pfeifer