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Vorwort
Unter allen Musikinstrumenten ist das Klavier heute eines der beliebtesten Instrumente. Seine universelle Einsatzmöglichkeit in Haus, Schule und musikalischer Ausbildung haben ihm zu dieser Popularität verholfen. Das wachsende Bedürfnis, gute Klaviermusik zu hören und auch selbst zu spielen brachte einen steigenden Bedarf an Flügeln und Pianos hervor. So ist es zu erklären, daß die Klavierindustrie in aller Welt einen stürmischen Aufschwung genommen hat, wobei sich in den letzten Jahrzehnten die Produktion von der handwerklichen zur industriellen Fertigungentwickelte. Daraus resultiert, daß geschulte Facharbeiter in diese Produktion hineinwachsen, die in der Praxis als versierte Klaviertechniker, -Stimmer und -reparateure arbeiten können. Um das Gesamtbild des behandelten Themas abzurunden, wird das Klavier von seinen Ursprüngen - dem Musikstab - über das Kleinpiano bis zum heutigen modernen Konzertflügel beschrieben. Hauptaugenmerk wird der Herstellung der gängigen Instrumententypen in allen Phasen geschenkt. Die Erläuterungen reichen vom handwerklichen Ursprung bis zur modernen Fertigungstechnologie. Es schließen sich Fragen an, die sich damit beschäftigen, wie man für den Kunstbetrieb, die Schule und zu Haus das Klavier in spielfähigem Zustand erhält sowie welche Fertigkeiten sich ein Klavierbauer, Pianotechniker und Konzertstimmer dazu aneignen muß bzw. welche Maßnahmen der Besitzer eines Flügels oder Pianos selbst zur Erhaltung seines Instruments ergreifen kann. Abschließend werden praktische Hinweise gegeben: aus dem Pianobau, dem Klavier-Service und der engagierten Tätigkeit auf dem internationalen Konzertpodium. Deshalb wird der Lehrling ebenso zu diesem Buch greifen wie der praktizierende Klavierbauer, es soll Künstlern neue Kenntnisse und Einsichten vermitteln, aber auch Pädagogen und Tontechnikern wertvolle Dienste leisten.
Dem Verfasser waren zahlreiche Piano- und Flügelhersteller bei der Erarbeitung des Manuskripts behilflich, vor allem Mitarbeiter von Förster, Blüthner, Steinway & Sons, Bösendorfer sowie der Deutschen Piano-Union, Leipzig. Ihnen allen sowie den Gutachtern gilt unser Dank. Als Gutachter fungierten Herr Dr. Hubert Henkel, Direktor des Musikinstrumentenmuseums der Karl-Marx-Universität Leipzig, Herr Dr. rer. nat. Diplom-Physiker Edgar Lieber vom Institut für Musikinstrumentenbau Zwota sowie die Fachlehrerinnen aus der Berufsschule Eisenberg. Dem Berliner Konzertstimmer, Ing. Dietrich Golecki, ist ebenso