Bővebb ismertető
Erfunden sind alle in diesem Roman vorkommenden Personen mit Ausnahme derer, die in historischen Zusammenhängen genannt werden, und Öllmann, über dessen Herkunft ich nichts zu sagen weiß.
Präludium [spätmittelalterlich, von lat. praeludere, vorher, zur Probe spielen; frz. prélude, ital. preludio, engl, préludé; deutsch auch übersetzt als Vorspiel] ist seit den Anfängen im 15. und 16. Jahrhundert in erster Linie das Vorspiel auf einem einzelnen Instrument [namentlich Tasteninstrument oder Laute].
Riemann, Dreibändiges Musiklexikon, 12. Auflage, 1959
Ouvertüre
Das gefachte Holz mit dem eisernen Fischmaul gibt einen lauten, dumpfen Ton. Sofort umhüllt mich der Geruch von altem Mauerwerk, dunklen Bänken, Vorhängen und Büchern.
Von oben scheint Licht herab. Wenn ich jetzt wieder nach draußen ginge, könnte ich den Dezember riechen, Krähen in den leergewehten Bäumen hören, die diesig-kalte Luft auf der Haut spüren.
Bald ist Winter, bald ist Schnee, verspricht die Luft, lachen die Krähen.
Aber ich gehe nicht nach draußen, nicht zurück. Das dumpfe Geräusch der Tür hat das Lachen der Krähen aus der Luft gelöscht. Jetzt ist es vollkommen still.
Was für ein Tag: Mein sechsundzwanzigster Geburtstag! Aber das wissen die beiden da oben ja nicht, die beiden, die auf mich warten. Mein Orgellehrer, Kantor Böhm, und Kreiskantor Eckhart. Meister Eckhart.
Heute ist meine D-Prüfung für den kleinen Orgelschein. Der Steinfußboden knirscht, und für einen Moment ist es, als ginge ich über einen gefrorenen See. Ich greife schnell nach der Klinke und öffne die Tür zu der Holztreppe, die zur Empore führt.
Mein Fuß berührt die erste Stufe
Die Stufe knarrt.