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Bundesprásident Prof. Dr. Kari Carstens
BegrüBung des Heiligen Vaters auf dem Flugplatz Köln-Bonn am 15. November 1980
Eure Heiligkeit!
Ich heiBe Sie zu Ihrem Besuch in Deutschland herzlich willkommen! Viele
Millionen Deutsche freuen sich, Sie bei uns zu sehen.
Wir grüBen und ehren in Ihnen den Papst, der die Bewahrung des Friedens, die
Respektierung der Würde des einzelnen Menschen, Nachstenliebe und
Gerechtigkeit in das Zentrum seines Wirkens gestellt hat.
Ihr Besuch ist, wie Sie selbst gesagt habén, ein pastoraler Besuch. Sie werden
mit der Jugend zusammentreffen, viele davon sind schon hier, und der álteren
Generation, mit Arbeitern und Wissenschaftlern, mit Behinderten und Sozial-
helfern, mit Auslándern, mit Publizisten sowie mit Vertretern anderer christ-
licher Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft. Überall werden Sie, dessen
bin ich sicher, herzlich begrüBt zu werden.
Ihr Besuch, Eure Heiligkeit, dient auch der Erinnerung an den groBen Natur-forscher, Philosophen und Theologen Albertus Magnus, der in Lauingen an der Donau geboren wurde und vor 700 Jahren in Köln starb. Er ist der einzige Philosoph, dem die Geschichte den Beinamen „der GroBe" verliehen hat, und die Universitát zu Köln trágt seinen Namen.
Sie kommen in ein Land, in dem das Christentum schon vor über 1500 Jahren Wurzeln geschlagen hat. Die Geschichte und die Kultur unseres Landes sind durch das Christentum, durch die christliche Kirche, durch Reformation und Gegenreformation entscheidend geprágt worden.
Es war eine Geschichte nicht nur starker Beweise des Glaubens, sondern auch schwerer und blutiger Auseinandersetzungen.
In unserer Zeit sind die Spannungen und Konflikte zwischen katholischen und evangelischen Christen abgebaut worden. Beide Konfessionen habén sich brüderlich einander angenáhert.
Viele wünschen, und ich schlieBe mich diesem Wunsche an, daB der Besuch Eurer Heiligkeit als eine Ermutigung verstanden werden möge, auf diesem Wege fortzufahren.
Unser Land ist geteilt. Aber das deutsche Volk hált an der Einheit der Nation fest. Vielfáltig und zahlreich sind die Verbindungen zwischen den Deutschen in den beiden Teilen des Landes.
Wir danken Ihnen daher ganz besonders für die herzlichen Worte, die Sie