Bővebb ismertető
GeleitwortVGeleitwortDie Iinzer Konferenzen haben sich seit einiger Zeit in ihrer Struktur und in der Folge auch in der Zielsetzung gewandelt. Dies hat nicht nur zu Anpassungsnötigungen im Bereich der Organisation geführt, sondern auch zu einer schrittweisen Ausweitung der behandelten Thematik. Diese Beobachtung wurde von Teilnehmern und Organisatoren schon seit längerem gemacht, besonders deutlich waren die neuen Tendenzen in den letzten Jahren zu spüren, begleitet auch von allgemeinen zeitgeschichtlichen Bewegungen, die auch die internationale Arbeiterbewegung beeinflussen.Die 24. Linzer Konferenz hat mit den Beiträgen und Diskussionen über die Probleme der Herausbildung und politischen Formierung der Arbeiterklasse Fragen behandelt, die zum Teil schon mehr oder , weniger in früheren Tagungen berührt wurden. 1988 konnte das Thema mit seinen nationalen Besonderheiten und zeitlichen Differenzen in weltweiten Dimensionen angegangen werden. Es wird sicher auch künftig in Linz in Teilaspekten und als Gesamtkomplex zur Diskussion stehen.Mit dem 2. Thema über die ambivalente Stellung der Arbeiterbewegung zur Ökologie wurden in Linz zum ersten Mal aktuelle Bezüge zu einem der brennenden Menschheitsprobleme der Gegenwart behandelt. Deren Bewußtwerdung reicht in die Anfänge der Arbeiterbewegung zurück. Auch dieses Thema wird sicher weiterhin auf den Tagesordnungen künftiger Linzer Konferenzen stehen. Die erwähnte Entwicklung der ITH wird in nächster Zeit nicht nur neue Weichenstellungen in Planung und Ablauf der Tagungen in Linz erheischen, sondern nicht zuletzt mit der Rücksicht auf unsere personellen und finanziellen Möglichkeiten zu einer wesentlichen Änderung bei der Erstellung der Protokolle zwingen. Der Vorstand bzw. der wissenschaftliche Beirat haben sich zu einschneidenden Maßnahmen entschlossen, die sich nach den Erfahrungen der letzten Jahre, was die Herstellung der Protokolle betrifft, als unumgänglich erwiesen haben, wie dies auch von den alten "Linzern" empfunden werden wird. Sie treten mit diesem Band in Kraft und werden in ihren Grundzügen noch vom Redakteur in der Einleitung näher erläutert werden. Dem Bearbeiter Prof. Dr. Helmut KONRAD (Graz) bin ich im Namen der ITH sehr zu Dank verpflichtet, ebenso für die Erstellung des Manuskripts Frau Edith Wirthier. Entscheidende Hilfe hat uns wieder das Linzer Boltzmann-Institut für Geschichte der Arbeiterbewegung zuteil werden lassen, wofür ich seinem Vorstand Prof. Dr. Rudolf ARDELT und Prof. Dr. Helmut KONRAD meinen Dank abstatte.Wien, im Juni 1989Hofrat Dr. Rudolf NECK