Bővebb ismertető
VorwortZiel des vorliegenden Sammelbandes ist es, Probleme des Deutschunterrichts für Ausländer zu behandeln. Innerhalb dieses Rahmens werden unter landeskundlichem, linguistischem und fremdsprachenmethodischem Aspekt Forschungsergebnisse dargelegt, die von Mitarbeitern der Forschungsabteilung des Herder-Instituts der Karl-Marx-Universität Leipzig in den Jahren 1971-1975 erarbeitet worden sind.Der Sammelband richtet sich in erster Linie an die Lehrkräfte, die in der Lehreraus- und -Weiterbildung tätig sind sowie an Lehrer der Oberstufe des Fremdsprachenunterrichts und an Lehrbuchautoren.Insbesondere der ständig wachsende Praxisbereich Weiterbildung von Deutschlehrern" verlangt in immer stärkerem Maße theoretisch fundierte Materialien, damit die vielfältigen Anforderungen auf diesem Gebiet zum Nutzen der weiterzubildenden Lehrer mit hoher Effektivität erfüllt werden können. Dazu wollen die Veröffentlichungen in diesem Sammelband einen Beitrag leisten.Die beiden einführenden Beiträge zur Landeskunde berühren einen Aspekt, der den gesamten Fremdsprachenunterricht durchdringt. Gerade die Landeskunde wirkt in ihrer bildenden und erziehenden Funktion besonders motivierend für die Kommunikation und stimuliert die aktive Anwendung der Fremdsprache. Aus diesem Grunde macht es sich erforderlich, in Auswertung der international geführten Diskussion zur landeskundlichen Problematik besonders der Forschungsergebnisse des Moskauer Puschkin-Instituts eine theoretische Grundlegung zu versuchen. Im ersten Beitrag (D. Herrde) werden Standort und Funktion der Landeskunde in der Fremdsprachenausbildung näher bestimmt und die beiden Hauptrichtungen gekennzeichnet, in denen die Vermittlung landeskundlicher Kenntnisse und Erkenntnisse erfolgt: die Landeskunde als ständiges Unterrichtsprinzip in der unterrichtspraktischen Arbeit und die Landeskunde als selbständiges Lehrfach, das auch im Rahmen der Deutschlehreraus- und -Weiterbildung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der zweite Beitrag (H. Uhlemann) führt diese Betrachtungen weiter. Mit der Herausarbeitung einiger Spezifika des Lehrfaches Landeskunde werden Ansatzpunkte gesucht, um Methoden und Verfahren der praktischen landeskundlichen Arbeit darzustellen. Ein wesentliches Anliegen der Beiträge besteht darin, den untrennbaren Zusammenhang von praktischem Sprachunterricht und Lehrfach Landeskunde zu zeigen und nachzuweisen, daß die Landeskunde innerhalb der Fremdsprachenausbildung Ziel und Mittel zugleich ist.Die linguistischen Untersuchungen stellen sich die Aufgabe, Probleme des Dialogs in der Alltagssprache zu erörtern. Sie ordnen sich in die umfassendere und integrative Themenstellung ein, die sich - als komplexer und von mehreren Wissenschaftsdisziplinen zu untersuchender Gegenstandsbereich aus den gesellschaftlichen Bedürfnissen der mündlichen Sprachbeherrschung ableitet.