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ERSTER AKT
Vor der Hindenburgwahl - Mai 1932^
Chirurgische Station von Professor Mamlock. Vorbereitmgsraum ^um Operationssaal. Einzelne fahrbare Krankentragen werden von rechts und links in den Operationssaal gerollt. - Dr. Inge Ruoff und Dr. Hellpach am Waschhecken sich desinfizierend. Die Operationsschwester Hedwig kommt von rechts.
Dr. INGE: Wie ist eingeteilt, Schwester? SCHWESTER: Zwei Inguinalhernien®, eine Appendizitis«, ein Axillarabszeß' für die Herren, die putride Choleozystitis® für Herrn Professor. Mit Instrumenten wieder nach links ab Dr. INGE sich desinfis^ierend: Ob wir auch einmal an die Gallenblase und die größeren Sachen kommen? Dr. HELLPACH: Solange Mamlock Chefarzt der Abteilung ist, ausgeschlossen, der läßt keinen anderen 'ran, der operiert noch im Grabe.
Dr. Hirsch von rechts, er legt schon während des Hereinkommens schnell seinen Visitenmantel ab und läßt sich von Simon, der mit ihm eintritt, die Wachstuchschür^e anziehen, ihnen folgt bald Schwester Hedwig.
Dr. HIRSCH geschäftig: Morgen, Kollegin, Morgen Kollege der Alte ist schon im Bau. Heute ist Großkampftag: die zwei Hernien, die Appendizitis, der Axillarabszeß und die große putride Sache für den Alten, und eben ist noch ein schweres Trauma® eingetrudelt, was, Simon? SIMON: Stich durch den Oberarm, Brachialisi" verletzt. Dr. HIRSCH: Wie ist eingeteilt?
Dr. HELLPACH: Für die minores gentes^^ wie üblich der
Kleinkram, der Hühnermist! Dr. HIRSCH: Na, in den Gallenblasensachen, da ist er doch unbestrittener Champion^^. - Übrigens, erstaunlich, wie er das aushält, dies stundenlange Stehen am Operationstisch, für ihn wahrscheinlich kein Pappenstiel, bei dieser schweren Kriegsverletzung und Verkürzung seines Beines.