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»Oberarzt Wagner will tatsáchlich zur Ausstellungser-öffnung mitkommen?« Ungláubig sah Assistenzarzt Dr. Heidmann seinen Oberarzt Dr. Bruckner an. Die beiden safíen in einem Dienstzimmer der Bergmann-Klinik. Stationsschwester Angelika war damit bescháftigt, die Instrumente, die sie im Laufe des Vormittags gebraucht hatte, zu reinigen. Amüsiert trat sie an den Schreibtisch heran, an dem die beiden Arzte safien.
»Der geht doch nur hin, weil er in der Zeitung gelesen hat, dafi es ein gesellschaftliches Ereignis ersten Ranges sei«, sagte sie auf Dr. Heidmanns Frage. Sie hob eine Zeitung auf, die auf dem Tisch lag, und deutete auf einen Artikel, der rot angestrichen war. »Hier steht es doch: >Geheimnis um Professor Eduárd Manner<«, las sie vor. »Noch immer ist es nicht gelungen, das Geheimnis um den international anerkannten Maler Eduárd Manner zu lüften. Jedes Jahr findet einmal eine Vernissage statt, aber bisher hoffte man vergeblich, dafi sich der berühmte Maler zeigen würde. Jedes Jahr werden Andeutungen gemacht, dafi er das náchste Mai bestimmt dabeisein werde, doch jedesmal werden diese Erwartungen ent-tauscht. Aber die Geheimniskramerei um den Maler veranlafít die Gesellschaft, jedes Jahr zahlreicher zu er-scheinen. Man mufi einfach auf diesen Ausstellungser-öffnungen gesehen worden sein. Unsér Korrespondent stellt sich die Frage, ob es diesen geheimnisvollen Maler überhaupt gibt.«
Schwester Angelika liefi das Blatt sinken, pahm die Brille von der Nase und schaute die beiden Arzte triumphierend an. »Unser Erster Oberarzt rechnet sich anscheinend zur tonangebenden Gesellschaft«, sagte