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»Dies ist ein Icleiner Schritt für einen Mann, aber ein großer Sprung vorwärts für die Menschheit« - mit diesen Worten betrat der 39jährige Amerilsa-ner Neil Armstrong am 21. Juli 1969 um 3 Uhr und 56 Minuten mitteleuropäischer Zeit im Mare Tranquillitatis, dem »Meer der Ruhe«, als erster Mensch die Oberfläche des Mondes. 528 Millionen Menschen dieser Erde verfolgten das Ereignis in atemloser Spannung auf den Schirmen der Fernsehempfänger. Es war gleichzeitig die erste Live-Fernsehübertragung von der Oberfläche eines anderen Himmelskörpers, an der Menschen beteiligt waren. Von der Fernsehkamera, die an der Mondfähre »Adler« angebracht war, ging das Bild über rund 380000 Kilometel an eine ErdefunksteUe in Australien, von dort zum Fernsehsatelliten in 36000 Kilometer Höhe, wieder zurück zur Erde, dann über Kabel und Richtfunkstrecken in das Apollo-Kontrollzentrum der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA nach Houston in Texas und schließlich in aUe Wek.
Niemand kann das Gefühl beschreiben, das die Menschen in den Augenblicken erfüllte, als »Adler« sich am Abend des 20. Juli 1969 auf der Mondoberfiäche niederließ und als - sechseinhalb Stunden später - zunächst Neil Armstrong und dann Edwin Aldrin als erste Vertreter der Gattung Homo sapiens fremden Boden auf einem fremden Himmelskörper betraten.
Schon Tage zuvor, am 16. Juli 1969 um 14 Uhi und 32 Minuten mitteleuropäischer Zeit, waren die Augen der Welt auf Kap Kennedy gerichtet, als sich
Aldrin auf dem IVIond, aufgenommen von Armstrong. Rechts im Bild einer der Landefüße der iVIondfähre. Der Raumanzug und die Rücitenlast täuschen eine Schwerfälligkeit vor, die es auf dem Mond nicht gibt: die Anziehungskraft ist auf ein Sechstel vermindert.