Bővebb ismertető
»Das Haus steht auf dem Südhang des Festungsbergs, ungefähr auf halber Höhe. Es ist eine so genannte Villa. Denn wenn man schon einmal am Mönchsberg oder am Festungsberg wohnt, dann muss man diesen Wohnsitz Villa nennen. Es klingt vornehm, und alle freuen sich, dass es eine Villa ist.«
Ein Zufall [vor 1920'
Mein Großvater Eduard Stockhammer war Sparkassendirektor in Wels. Er verwickelte sich in dubiose Geldgeschäfte und hatte das Pech, erwischt zu werden. Offenbar hatte er eine gewisse Summe auf illegale Weise entnommen, um seinem Sohn Rudolf eine Karriere in der Hutindustrie zu ermöglichen. Diese Summe soll zwar zurückgezahlt worden sein, aber der Zeitpunkt war zu spät. Er musste abtreten, und da er, wie das damals der Brauch war, über ein ausgeprägtes Ehrgefühl verfügte, fühlte er sich entehrt.
Stockhammer wurde ein eifriger Radfahrer. Also fuhr er (es war Anfang der Zwanzigerjahre) mit dem Rad nach Salzburg, um sich fern von der Familie das Leben zu nehmen. Ein Abschiedsbrief an den Sohn Rudolf ist erhalten:
»Bringe Mama auf langsame oder in schonendster Art die Todesnachricht zu. Hedl gegenüber verwahrt vorläufig und so lange wie möglich die Art meines Tods. Bitte Dich um alles, tröste die gute Mama. Sie war auf meiner letzten Radfahrt hierher der einzige Gedanke und hätte ich nur zu gerne die grausige Tat unterlassen, wenn mich nicht die Unmöglichkeit des Weiterlebens dazu getrieben hätte. Ich bin überzeugt, die Sache wird weiter-