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Vorwort
Zu Beginn der siebziger Jahre schien vor den Industriestaaten eine Zukunft kräftigen wirtschaftlichen Wachstums und damit eine Zeit schier unbegrenzter Möglichkeiten zu liegen. Diese optimistische Einschätzung gründete sich auf die Ergebnisse und Erfahrungen eines Vierteljahrhunderts eindrucksvoller Wiederaufbauarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die siebziger Jahre konnten aber keine Fortschreibung der Entwicklung werden, die Grundlagen und Rahmenbedingungen hatten sich zum Teil bereits tiefgreifend geändert.
- Die Protestbewegungen der Studenten offenbarten, daß die bisherigen Werte in Frage gestellt wurden. An die Stelle der Fortschrittsgläubigkeit traten unbestimmte Zukunftsängste.
- Im ökonomischen Bereich dokumentierte sich am Zusammenbruch des Währungssystems die schwächer gewordene Vormachtstellung der USA in der Weltwirtschaft.
- Gleichzeitig errang die Dritte Welt einen politischen Stellenwert, der eine Neuaufteilung der wirtschaftlichen und politischen Ordnung in der Welt erforderlich macht.
- Mit dem ölpreisschock ging das Zeitalter billiger Energie zu Ende. An der Frage der Energie entzündeten sich Diskussionen über die Gesellschaftsordnung in den Industriestaaten.
- Nach der Rezession zu Mitte der siebziger Jahre erfolgte auch nicht -wie gewohnt - ein kräftiger Aufschwung. Es folgte vielmehr eine Phase niedrigen Wachstums bei anhaltend hoher Arbeitslosigkeit.
- Die globale Interdependenz und der Fortschritt in den Kommunikationsmitteln sorgte dafür, daß Stimmungen und Entwicklungen in Sekundenschnelle in der gesamten Welt Verbreitung fanden.
In einer arbeitsteiligen Weltwirtschaft mit der engen Verflechtung der Weltmärkte kann sich kein Staat - und damit auch nicht Österreich -diesen Entwicklungen entziehen.
Gemessen an anderen Industriestaaten war allerdings die österreichische Entwicklung hinsichtlich Preisstabilität, Vollbeschäftigung und Wachstum, aber auch was die gesellschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität anlangt, nicht ungünstig.
Eine aktuelle Momentaufnahme zeigt nunmehr die Weltwirtschaft in