Bővebb ismertető
Seit Erscheinen der ersten Auf lage von Psyche und Hormon (1944) habén sich in der Gesamtmedizin und deren Sonderdisziplinen Wandlungen vollzogen, die sich für Theorie und Praxis der Medizin als Ganzheit, wie in zahlreichen Einzeldisziplinen, produktív auswirken. Für die Aufgabe unseres Buches, in die Endokriné Psychosomatik, Psychoanalytische Klinik und die Lehre vom Stress einzuführen, ergab sich als Folge eine neue Planung des Werkes und damit eine neue Einteilung des Stoffes, wie ein inhaltlich stark erweiterter Um- und Neubau. Das auch deshalb, weil das Problem der psychischen Genese krankmachender Störungen - lange Zeit Dunkelfeld oder blinder Fleck - in allén Disziplinen aktuell wurde. War die erste Auflage von einem Autor (Heinrich Meng) verfaBt, so vereint die zweite Auflage eine Gruppé von fünf Autoren, Forscher und Praktiker zugleich: Charles A.Joel wurde Mitarbeiter vor allém auf Grund unserer Zusammenarbeit wáhrend seiner Basler Zeit (1938-1947, Universitátsfrauenklinik Basel, Direktor: weiland Prof. Dr. A.Labhardt, Nachfolger Prof. Dr.th. Koller). Bei der Behandlung von endokrin und psychisch gestörten Frauen (des öftern mit Eheberatung und Therapie der Mánner verbunden) wurde von uns versucht, Grenzen und Leistungsfáhigkeit der tiefenpsychologischen Psychotherapie und der Hormontherapie klinisch zu überprüfen und festzulegen. Joél begründete damals eine Hormonsprechstunde, deren Leitung er mit R.Wenner teilte. Er richtete ferner eine Fertilitátspoliklinik-Sprechstunde ein. Das Entgegenkommen seines damaligen Chefs, Prof. Koller, Fragen der Endokrinologie und Psychotherapie klinisch zu kláren, unterstützt durch die Laboratoriumskontrollen, trugen wesentlich zur fruchtbaren Zusammenarbeit des Gynakologen und Psychotherapeuten bei. Seine medizinische wie auch allgemein biologische Ausbildung war die gegebene Voraussetzung für unser Gemeinschaftswerk. Eine Monographie Studien am menschlichen Sperma in mehreren Sprachen und Auflagen, ferner zahlreiche Publikationen, speziell auf dem Gebiet der Seminologie und Endokrinologie, liegen aus der Feder von Joél vor. Paul Parin wurde zur Mitarbeiterschaft gebeten in seiner Eigenschaft als Spezialarztfür Neurologie und als Psychoanalytiker. Schülervon M. Minkowski, M. Bleuler und R. Brun, gehört er der jungen, ideenreichen und kritisch arbeitenden Zürcher Analytikergruppe an, die in Kontakt mit dem Burghölzli und unserer Basler Arbeitsgruppe an der Universitat steht. Seine bisherigen psychoanalytischen Publikationen zeichnen sich aus durch dialektische Klarheit und biologisch-naturwissenschaftliche Fundierung. Hans Selye, dessen Forschung uns Psychoanalytikern und Psychohygienikern viele Anregungen - z.B. in Fragen des pathogenetischen Traumas - brachte, wurde erst wahrend desjahres 1958 als Mitarbeiter gewonnen. Seine Lehre vom Stress láBt uns einzelne autopharmakologische Heilvorgánge und Wechselwirkungen von Psyche und Hormon besser als früher einfühlen, ja verstehen. Seine Leidenschaft als Forscher, neue Ideen in die theoretischen Erwágungen des Arztes hineinzuwerfen, seine zahlreichen Buch- und Zeit-