Bővebb ismertető
A. Einleitung und Grundsátzliches.M an kann den Standpunkt einnehmen, daB es zu früh ist, eine Darstellung der Ergebnisse der psychiatrischen Erbforschung heute schon in Buchform einem weiteren Leserkreis an die Hand zu geben. Man kann andererseits der Meinung sein, es bestünde schon seit lángerem ein Bedürfnis nach einer solchen Zusammenfassung. Für beide Anschauungen lassen sich gute Gründe geltend machen. Es ist nicht zu bestreiten, daB wir kaum auf einem Teilgebiete unseres Faches schon mit Ergebnissen aufwarten können, die so fest stehen, daB man an-nehmen darf, es könne sich nichts Wesentliches mehr an ihnen ándern. In erster Linie nicht etwa, weil unsere Ergebnisse zu wenig gesichert sind, das Material zu klein ist, die Untersuchungen nicht genügend zuverlássig, die SchluBfolgerungen voreilig, mangelhaft begründet oder denkgesetzlich falsch sind. Im Gegenteil: es gibt kaum ein Gebiet der menschlichen Erbpathologie, auf dem so viel, so ernsthaft, so erfolgreich gearbeitet wurde wie auf dem der psychiatrischen Erbforschung. Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich. Wir mögen in der Heilkunde hinschauen, wohin wir wollen: Nirgendwo trat die Tatsache der familiáren Gebundenheit, aus der man ja leicht auf Vererbung zu schlieBen geneigt ist, so auf faliig zutage als bei den geistigen Erkrankungen, Unzuláng-lichkeiten und Absonderlichkeiten. Wohl jeder Arzt, jeder Seelsorger, jeder Lehrer, Richter, Verwaltungsbeamte, ja ganz allgemein die Mehr-zahl der mit offenen Augen und wachen Sinnen das Leben beobachtenden Menschen hatten ihre Erfahrungen in dieser Beziehung gemacht und suchten nach Erklárungen für eine Erscheinung, die zu augenfállig war, als daB das Deutungsbedürfnis des denkenden Menschen an ihr hátte unbeteiligt und unberührt vorübergehen können. So bescháftigten sich schon die ersten Irrenárzte zu jener Zeit, als die Psychiatrie sich gerade aus dem Bereich der Philosophie und Seelsorge einerseits, der körperlichen Heilkunde andererseits loszulösen und zu einem eigenen Fach der Gesundheitspflege zu werden begann, mit den Fragen der Vererbung dessen, was als Geistesstörung den Beobachter beeindruckte und ihm immer wieder bei den Gliedern ihm náher bekannter Familien auffiel. Es ist sehr lehrreich, einmal die altén Bánde der Allgemeinen Zeitschrift für Psychiatrie daraufhin durchzusehen und sich vor Augen zu führen, mit welchem Ernst und welchem MaB von redlichem Bemühen die noch völlig im Dunkeln tastenden Begründer der Wissenschaft vom kranken Seelenleben sich um die Deutung der familiáren Háufung psychischer Abwegigkeiten bemüht habén.Von den genealogischen Studien des altén Bird freilich mit ihrer für