Bővebb ismertető
I. Vorlesung: Einführung in die arztliche Psydiologie Als Motto über diese Vorlesungen könnte ich ein Wort stellen, das der Prásident der British Medical Association, Sir George Pickering vor einigen Jahren sagte: Das Verhalten und der Charakter eines Arztes sind mindestens ebenso wichtig wie sein Wissen . . . Ich befürchte, dafí unsere zukünftigen Arzte mehr oder weniger nur noch Bücherwissen und keine persönlichen Qualitáten mehr besitzen. Mit meiner Person tritt die Psychologie in diesen Hörsaal ein. Indem Sie mich anschauen und anhören, nehmen Sie mich wahr. Ihre Wahrnehmungen beschránken sich aber nicht darauf, das, was Auge und Ohr Ihnen vermitteln, einfach zu registrieren. Diese Akte des Wahrnehmens, die Sie jetzt vollziehen, sind bereits gerichtet, es sind intentionale Akte. Es werden nicht nur das optische und akustische System, deren Gestalten und Arbeitsweisen Ihnen aus der Anatomie und Physiologie bekannt sind, als neutrale Weisen betátigt. Ich bin für Sie, die Sie aufmerksam oder unaufmerksam mich betrachten, von Anbeginn an kein blofi objektiver Gegenstand, dessen Figur Sie in optischen und akustischen Wellen mit mehr oder weniger Genauigkeit einfangen. Als menschliches Wesen errege ich sogleich in Ihnen Gefühle der Sympathie oder Antipathie, des Wohlwollens oder Mifífallens, der Zu- oder Abneigung. Vielleicht primáre, nicht weiter zerlegbare Zu- oder Abwendungen zum Redner finden sich bereits eingebettet oder vermischt mit Werturteilen. Alsó etwa: diese Vorlesung ist langweilig oder spannend, zu einfach oder zu schwer. Noch wichtiger: der Redner ist mir zu eintönig oder zu lebhaft, zu abstrakt oder zu theoretisch.