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Psychologie Heute Februar 2011 [antikvár]

Psychologie Heute Februar 2011 [antikvár]

 
Wann macht es wirklich zoom Kaum etwas scheint Menschen so sehr zu faszinieren wie die Geheimnisse zwischenmenschHcher Anziehung. Wer kann mit wem - und warum? So geben sich beispielsweise über acht Millionen Fernsehzuschauer regelmäßig den Wonnen der Gewöhnlichkeit hin und gucken eine sogenannte Doku-soap mit dem Titel Bauer sucht Frau. Unbeholfenen Landwirten beim Paarungsverhalten zuzusehen mag die voyeu-ristische Variante einer trendigen Landlust sein. Wenn es um die eigene Partnersuche geht, verlassen sich immer mehr...
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Wann macht es wirklich zoom Kaum etwas scheint Menschen so sehr zu faszinieren wie die Geheimnisse zwischenmenschHcher Anziehung. Wer kann mit wem - und warum? So geben sich beispielsweise über acht Millionen Fernsehzuschauer regelmäßig den Wonnen der Gewöhnlichkeit hin und gucken eine sogenannte Doku-soap mit dem Titel Bauer sucht Frau. Unbeholfenen Landwirten beim Paarungsverhalten zuzusehen mag die voyeu-ristische Variante einer trendigen Landlust sein. Wenn es um die eigene Partnersuche geht, verlassen sich immer mehr Paarungsvnllige auf die Matching-Algorithmen, mit denen etwa 2000 Partnerbörsen im Internet operieren und den idealen Deckel auf jeden Topf versprechen. Jeder zweite Single in Deutschland ist bei einer Kontaktbörse oder einer Partnerschaftsvermittlung im Internet registriert. Sieben Millionen Menschen pro Monat nutzen die Suchangebote, etwa bei FriendScout24 (Telekom) oder Parship (Holtzbrinck). Sie sind offenbar überzeugt davon, dass es irgendwo da draußen den/die Richtige/n gibt und dass es nur ein lösbares statistisches Problem ist, ihn oder sie zu finden. Aber auch jenseits der Partnersuche möchten wir alle möglichst nur mit Menschen zu tun zu haben, die uns sympathisch sind. Wir können uns zwar nicht immer aussuchen, schon gar nicht so aufwendig wie bei der Partnersuche, mit wem wir unsere Zeit verbringen. Aber wenn es irgendwie geht, bevorzugen vrir den Kontakt mit Gleichgesinnten, Seelenverwandten, Verständnisvollen, kurz: mit Leuten, die wir und die uns „gut riechen" können. Zwischen uns und unseren Freunden, Kollegen, Nachbarn soll die Chemie stimmen. Denn solche Beziehungen machen uns nicht nur zufriedener, kreativer, entspannter, sondern auch erfolgreicher: Moderne Trainer ebenso wie Projektleiter in Firmen oder Forschungseinrichtungen versuchen mit viel Akribie, Teams zusammenzustellen, in denen sich die Mitglieder blind verstehen und ideal ergänzen. Auch wenn das Gegenteil immer wieder versucht wird: Es ist niemals die Summe der Stars, die den Erfolg bringt, sondern das tiefe Verständnis zwischen zumindest einigen wichtigen Teamspielern. Eine als „die Galaktischen" zusammengekaufte Startruppe bei Real Madrid scheiterte klägHch, weil sich die Diven nicht grün waren. Umgekehrt reicht es schon, wenn ein Teil der Mannschaft gut miteinander kann. Dann entstehen manchmal geniale Achsen (legendär: Stein, Bein, Yeboah bei Eintracht Frankfurt) oder magische Dreiecke (legendär: Balakov, Elber, Bobic beim VfB Stuttgart). So weit, so nachvollziehbar. Was aber sind die Elemente dieser zwischenmenschlichen „Chemie"? Einige Gesetze glauben wir zu kennen, nach denen sich Sympathie, Liebe oder Freundschaft oder auch Teamgeist bilden: Gegensätze ziehen sich an. Oder gesellen sich doch eher Gleich und Gleich? Das „Beuteschema" muss erfüllt werden. Und dann gibt es noch den Mythos von der Liebe auf den ersten Bhck. Ist nicht die unterschwelUge Hoffnung beim sogenannten Speeddating, dass es schon nach fünf Minuten „klick" machen kann? Schließlich ist da noch das erzählerisch ergiebigere Modell Der Widerspenstigen Zähmung: Manchmal klickt es erst, nachdem es heftig gekracht hat. Bei aller vorwissenschaftlichen Volksweisheit: Eine schlüssige Erklärung für das Rätsel Sympathie steht noch aus. Und so glauben wir gerne, dass auch ein wenig Magie mit im Spiel sein muss. Die meisten Menschen haben irgendwann einmal die Erfahrung mit solchen „magischen Momenten" gemacht. Schon eine Begegnung, ein Gespräch haben ausgereicht, damit der Funke übersprang: Der oder die war mir so/ort sympathisch! Unser Beziehungsglück ist vollkommen, wenn nach dieser Initialzündung ein lange wärmendes Feuer entbrennt. Die Autoren unserer Titelgeschichte (Seite 20) haben nach „Brandbeschleunigern" gesucht, nach Faktoren, die diese Spontansympathie bewirken - und sie sind fündig geworden. Darüber hinaus haben sie eine gute Nachricht: Wir können der zwischenmenschlichen Magie auf die Sprünge helfen. Sympathie ist machbar, Frau Nachbar! (E-Mail: [email protected])

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Cím: Psychologie Heute Februar 2011 [antikvár]
Kiadó: Julius Beltz GmbH & Co. KG
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 280 mm
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