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DIE ERZÄHLUNGEN DES VERSTORBENEN IWAN PETROWITSCH BELKIN
VORWORT DES HERAUSGEBERS
Als wir es übernommen hatten, eine Ausgabe der Erzählungen von Iwan Petrowitsch Belkin zu besorgen, die wir nun dem Publikum vorlegen, wollten wir selbigen eine wenn auch nur kurze Lebensbeschreibung des verstorbenen Autors beifügen und damit die berechtigte Neugierde der Liebhaber der vaterländischen Literatur zum Teil wenigstens befriedigen. Zu diesem Behuf wandten wir uns an Maria Alexejewna Trafilina, die nächste Verwandte und Erbin Belkins. Doch leider konnte sie uns über ihn gar keine Auskunft geben, da der Verstorbene ihr gänzlich unbekannt war. Sie riet uns, in dieser Angelegenheit uns an einen würdigen Mann, einen früheren Freund Iwan Petrowitschs zu wenden. Wir folgten diesem Rat und erhielten auf unseren Brief die unten folgende gewünschte Antwort. Wir drucken sie ohne jede Änderung oder Anmerkung ab, als ein kostbares Dokument edler Gesinnung und rührender Freundschaft und zugleich auch als eine ziemlich ausreichende biographische Auskunft.
Werter Herr!
Ihr sehr geehrtes Schreiben vom I3ten dieses Monats hatte ich die Ehre, am 23sten desselbigen Monats zu empfangen. Sie sprechen darin den Wunsch aus, über die Geburts- und Todesdaten, über den Dienst und die häuslichen Umstände, auch über die Beschäftigung und den Charakter des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin, meines gewesenen aufrichtigen Freundes und Gutsnachbars, ausführlichere Auskunft zu erhalten. Ich erfülle diesen Ihren Wunsch mit dem größten Vergnügen und übermittle Ihnen alles, was ich aus seinen Gesprächen und meinen eigenen Beobachtungen im Gedächtnis behalten habe.
Iwan Petrowitsch Belkin wurde im Jahre 1798 als Kind rechtschaffener Eltern im Pfarrdorfe Gorochino geboren. Sein seliger Vater, der Major Peter Iwanowitsch Belkin, war mit dem Fräulein Pelegeja