Bővebb ismertető
Nachweis der biologischen Wirkung der durch Gamma Strahlen im Wasser erregten ultravioletten und sichtbaren Fluoreszenzstrahlung.
Von Hilde Maier und Roland Maly 1).
Mit 2 Abbildungen im Text.
Aus der Sonderabteilung für Strahlentherapie im Krankenhaus der Stadt Wien — Lainz (Vorstand: Primarius Doz.Dr.Emil Maier).
In einer früheren Arbeit2) wurde auf spektrographischem Wege der Nachweis erbracht, daß im Wasser durch die ß- und y-Strahlen des Radiums ein kontinuierliches Fluoreszenzspektrum erregt wird, welches sich von 2300 bis 5000 Ä erstreckt und ein Maximum zwischen 3400 und 3600 Ä (je nach der Plattensorte) besitzt. Es konnte gezeigt werden, daß durch die ß- und j-Strahlen eine Dissoziation des Wassermoleküls in ein OH-Radikal und H-Atom stattfindet und die Fluoreszenzstrahlung vermutlich vom angeregten H-Atom ausgeht. Da Wasser den Hauptbestandteil jedes lebenden Organismus und auch des menschlichen Körpers bildet und menschliches Serum ein ähnliches Fluoreszenzspektrum liefert, war dieser Befund im Hinblick auf die Erkenntnis des Wirkungsmechanismus der ß- und ^-Strahlen in der Biologie und Radiumtherapie von besonderem Interesse.
Bei der Therapie mit Radiumstrahlen werden demnach ultraviolette und sichtbare Fluoreszenzstrahlen im Körper erregt und es wurde angenommen, daß dieselben dort chemische und biologische Wirkungen ausüben können. In der früheren Arbeit wurde ausgeführt, daß menschliches Blut die stärkste Absorptionsfähigkeit für die vom Wasser ausgehende Fluoreszenzstrahlung besitzt, dann das Gewebe und zuletzt das Serum. Es wurde auch darauf hingewiesen, daß die Fluoreszenzstrahlung für chemische Änderungen an Wirkstoffen in Frage kommen könnte.
Es erschien demnach von Interesse, eine Methode auszuarbeiten, um an einem geeigneten Objekt den Nachweis der biologischen Wirksamkeit der im Wasser durch ß- oder y-Strahlen erregten Fluoreszenzstrahlung zu erbringen. Ferner war zu untersuchen, in welcher Weise sich der Einfluß der Fluoreszenzstrahlung bei gleichzeitiger Einwirkung der ionisierenden j-Strahlen äußert.
1) Der biologische Teil der Untersuchungen wurde von dem einen von uns (R.M.) in dem Laboratorium der Abteilung Botanik der höheren Bundeslehr- und -Versuchsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Klosterneuburg durchgeführt. Der jüngere Verfasser dankt auch an dieser Stelle als auswärtiges Mitglied des Instituts für Kulturpflanzenforschung in Gatersleben (Dir. Prof. Dr. //. Stubbe) dem Direktor der oben genannten Anstalt, Herrn Prof. Ing. E. Planckh, und der Leiterin der Abteilung Botanik. Frau Dr. G. Kraus, für den zur Verfügung gestellten Arbeitsplatz.
Wir möchten an dieser Stelle der technischen Assistentin Fräulein Gertrud Pascher den besten Dank für die gewissenhafte Mitarbeit an den Versuchen aussprechen.
2) Siehe Literatur (Maier, H.).
Radiología Austriaca III.
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