Bővebb ismertető
Auf den ersten Blick handelt es sich bei diesem Projekt um eine rein ungarische Angelegenheit: Fürst Ferenc Rákóczi der Zweite war Freiheitskämpfer und Emigrant und ist eine der grossen Gestalten der ungarischen Geschichte. Die Autoren dieser Anthologie sind ungarische Emigranten, Mitglieder des Exil-PEN-Clubs, die zum dreissigsten Jubiläum der Revolution von 1956 mit einer Kostprobe ihres literarischen Schaffens vor die Öffentlichkeit treten. Der Kern der Autorengruppe lebt in der Schweiz und arbeitet seit einiger Zeit werkstattmässig zusammen. Ihre bisher veröffentlichten Werke umfassen Gedichte, Romane, Essays, Erzählungen, Drehbücher und Hörspiele. In diesem Band wollten sie eine gewisse Einheit wahren und nur kurze Prosatexte publizieren. Doch diese, die literarische Gattung betreffende Einschränkung ist auch die einzige: Themenwahl und schriftstellerisches Temperament, das hinter den Texten spürbar verschiedene Weltbild der Autoren geben der Anthologie eine auffällige Vielfalt. Gemeinsam für die Autoren dieses Bandes ist, dass sie im Exil leben. Sie zeigen ein breites Spektrum von Möglichkeiten auf, in denen das Leben im Exil zum Alltag wird und der Alltag wiederum zur Auflehnung führt. Es ist eine Tatsache, dass immer mehr Menschen ihre Heimat verlassen, das Exil eine weitverbreitete Lebensform geworden ist und Entfremdung und Entwurzelung Phänomene sind, die Millionen von Menschen betreffen. So geht der Erzählband, der diese Problematik aufzeigt, über das spezifisch «Ungarische» hinaus und hat allgemein Menschliches zu seinem Inhalt. Als Verleger freuen wir uns, gerade diese Anthologie als unser erstes grösseres Buchprojekt vorstellen zu können. Selber dem ungarischen Gedankengut verbunden, sehen wir darin einen Beitrag, all jene zu ehren und in Erinnerung zu rufen, die Tag für Tag Zivilcourage beweisen und auch gegen grösste Widerstände ihren erklärten Willen zur Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung manifestieren. Nicht nur demokratische Züge, wie wir