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Jelimánek
Längst verhallt ist das Schmettern der Trompeten, das Getrappel galoppierender Hufe auf dem Straßenpflaster, das festliche Wiehern der Pferde, verblaßt sind die Fahnen der Kavallerie. Armeen verschwanden in Motorlärm und Benzingestank; die Menschen haben sich hinter Panzer verkrochen.
Und was ist aus euch geworden, ihr Ponys von der Militarmusik? Von einem, namens Jelimanek - und ein Jelimanek ist ein armes Hascherl der aber auch Jeliman oder kurz Eman gerufen wurde, habe ich eine Menge gehört, und so etwas kann man einfach nicht für sich behalten. Der Mann, der mir von ihm erzählte, war über zwanzig Jahre mit ihm beisammen, Zeit genug, daß Mensch und Pferd einander kennenlernen. Jelimänek kam durch Protektion zur Militarmusik.
Zucht von Rasseponys Franta Lev Pomykacek
Dieser hatte irgendwo in der Staatlichen Domänenverwaltung einen Schwager, und so kam es, daß aschgraue Ponys, angeblich englischen Blutes, aus Pomykäceks Zuchtstall für die Militärmusik zum Ziehen der Trommeln bestimmt wurden.
Jelimänek trat seinen Dienst als Füllen an und wurde noch bei vollen Kräften in den Ruhestand versetzt. Solches geschah, als die tschechoslowakischen Militarkapellen kein Militär mehr hatten, für das sie hätten spielen können, und die Trommeln als Trophäen in die Magazine der Reichswehr wanderten. Jelimäneks nahm sich der ehemalige Tambour Ferdinand Kubala an, der in jungen