Bővebb ismertető
Wie mag es den an Strapazen und Überraschungen gewöhnten Seefahrern um Christoph Kolumbus ergangen sein, als sie 1492 nach derri Betreten des amerikanischen Kontinents das erste Mai auf die für sie völlig unbekannten Kaktúsgewáchse gestofcen sind? Es bedarf wohl nur wenig Phantasie, um sich auszumalen, daS hier sicher sowohl grenzenloses Staunen als auch grofce Verwunderung mit im Spiel waren. Eigentlich hat sich bis heute an diesem Fakt kaum etwas geándert; das zeigt sich deutlich, wenn Besucher die Sukkulentensammlung - naturgemáS nehmen hier die Kaktúsgewáchse einen entsprechenden Platz ein - in einem botanischen Garten bewundern. Die biz'arre Gestalt, der Formenreichtum und die eigenartigen Blüten der Kakteen üben immer eine groSe Anziehungskraft auf den Betrachter aus, der sich auch stets mit Neugier und Interesse diesen fremdlándischen Gewáchsen zuwendet. Es ist deshalb gar nicht ungewöhnlichf da& mit dem Bekanntwerden der Kakteen in Európa Bestrebungen in Gang gesetzt wurden, diese eigenartigen Gewáchse zu kultivieren. Je besser man ihre Lebensgewohnheiten kennenlernte, um so gröSer wurden die Erfolge auf diesem Gebiet. Über das Gewáchshaus wurden die Kakteen schlie&lich in das Zimmer «geholt». DaS darüber mehrere Jahrhunderte ins Land gegangen sind und dieser EntwicklungsprozeS auch Höhen und Tiefen zu verzeichnen hatte, setzt heute niemand mehr in Erstaunen. Gegenwártig deutet alles daraufhin, daB die Kakteen als Zimmerpflanzen noch beliebter werden. Das hat unterschiedliche Ursachen: Das Wissen über die Genügsamkeit und den relatív geringen Pflegeaufwand der Kakteen nimmt zu. Ebenso bieten sich die zentralbeheizten Ráume und die Balkons der vielen Neubauten, aber auch mancher Kleingarten förmlich für die Kakteenhaltung an. Zimmer, Arbeitsplátze u. á. bieten auch auf einer geringen Fláche noch genügend Platz für eine kleine Sammlung, die die Umgebung sofort anziehender und wohnlicher macht. Wenn überall die Nachfrage nach Kakteenliteratur immer gröfcer wird, so ist das nur zu verstándlich. Deshalb bleibt zu hoffen, daB das vorliegende Buch unter den Pflanzenfreunden eine wohlwollende Aufnahme findet. Es wendet sich vor allém an den Kreis der jungen und noch Wenig Erfahrung besitzenden Kakteenfreunde; ebenso kann der Anfánger mit seiner Hilfe die ersten erfolgreichen Schritte tun. Auch der Fortgeschrittene wird sein Wissen über die Familie der Cactaceae érweitern und vertiefen können. lm Buch wurde die Biologie der Kakteen bewuSt vorangestellt, weil sich daraus viele Pflegema&nahmen naturgemáS ableiten lassen. Der spezielle Teil soil vor allém dem Anfánger helfen, sich eine entsprechende Sammlung zusammenzustellen bzw. gleich gezielt Pflanzen für seine vorhandenen Möglichkeiten oder Bedingungen auszuwáhlen. Der dritte groSe Komplex umfafct die Pflege und Haltung der Kakteen im weitesten Sinne sowie die Schádlingsbekámpfungsma&nahmen. Wenn dieses Ratschlagbuch für den Kakteenfreund letztendlich auch in seiner Ausstattung zustande gekommen ist, so habén Herr Otfried Birnbaum und Herr Manfréd Fischer, die die Farbaufnahmen beisteuerten, sowie Frau Edda Schultz, die die Zeichnungen anfertigte, daran Anteil. Dafür sei ihnen herzlich gedankt. Dank auch all denen, die mich mit Literatur, fachlichen Ratschlágen, kritischen Hinweisen etc. unterstützt habén. Hierin möchte ich vor allém meine Familie eingeschlossen wissen. Dem Neumann Verlag, insbesondere meinem Lektor Bernhard Röllich, danke ich aufrichtig für die konstruktive und verstándnisvolle Zusammenarbeit. Greifswald, im Herbst 1985 Siegfried Brehme