Bővebb ismertető
VORWORT ZUR i. AUFLAGE
Die freundliche Aufnahme, die das ,.Taschenbuch der heimischen Singvögel" gefunden hat, kann als Beweis für das Bedürfnis nach einem derartigen Bestimmungsbuch gewertet werden.
Während in jenem Bändchen nur Vertreter der artenreichsten Ordnung, der „Singvögel", beschrieben worden sind, muß das vorliegende auf diese Einheitlichkeit verzichten und im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr verschiedene Ordnungen und Familien behandeln, von denen mehrere nur einen oder wenige Vertreter in unserer Vogelwelt besitzen. Da die hier beschriebenen Arten auch kein biologisches Merkmal eint, wie es etwa die Bindung an das Wasserleben darstellt, so scheint jegliches Verbindende zu fehlen, will man nicht das rein äußerliche Merkmal der Größe anerkennen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind die hier dargestellten Vögel wenigstens taubengroß. Beginnend mit der Familie der Krähen, die in der Systematik zu den Singvögeln gestellt werden, dort aber aus Raumgründen nicht untergebracht werden konnten, folgen die Spechte, die tropisch bunte Blauracke und der Eisvogel, die seltsamen Harlekine Kuckuck und Wiedehopf, die überaus nützlichen und oft verkannten Eulen, die schutzbedüritigen Raubvögel, die zierlichen Tauben und schließlich die leider vielerorts recht seltenen Hühnervögel.
Die meisten der behandelten Arten verdienen einen unbedingten Schutz, viele sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Besonders wichtig aber scheint es, die Kennzeichen der Eulen und Raubvögel in weitesten Kreisen bekannt zu machen, damit das falsche Bild, welches leider so viele Menschen von diesen prachtvollen Vögeln haben, gründlich zerstört wird und sie nicht mehr zu Unrecht verfemt und dem Aussterben nahe gebracht werden.
Diese drohende Gefahr hat in jüngster Zeit einer Bewegung viele Anhänger zugeführt, die das alte deutsche Wort ,,Greife" wieder lebendig machen will. In der Hoffnung, mit der Beseitigung des irreführenden Begriffes ,,Raubvögel" zugleich eine falsche Meinung ausrotten zu können, wird an seiner Stelle der Sammelname ,,Greifvögel" vorgeschlagen. Das vorliegende Buch möchte zum Schutz der Raubvögel dadurch beitragen, daß es in breitesten Kreisen durch eine vertiefte Kenntnis die Einsicht weckt, daß diese Vögel nicht aus Blutgier Beute schlagen, sondern daß sie von Natur aus dazu bestimmt sind, durch ihre Lebensweise zum Ausgleich der Kräfteverhältnisse beizutragen. Möchte diese Einsicht Gemeingut werden, bevor es zu spät ist und — zu unserem Nachteil — diese Sinnbilder der Kraft und Kühnheit aus Kurzsichtigkeit unwiederbringlich vernichtet sind!
Wim
¦ I ' M • ',
¦'! i.
1 : I ¦: '
IN/.
f. i ,r.' Ii.
0