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VORWORT Die harmonische Analyse (Entwicklung nach der Besselschen Forrael oder in eine Fouriersche Reihe) gehört bekanntlich zu jenen Problemen, die den wissenschaftlichen Arbeiter vor die Aufgabe stellen, zahlreiche elementare und gleichartige Rechnungen durchzuführen, die seine Arbeitszeit sehr in Anspruch nehmen. Will man solche Rechnungen nicht besonders vorgebildeten Hilfskraften überlassen, so kann die Schematisierung der Rechnung nicht weit genug getrieben werden. Etwas mühsamere Yorbereitungen, eine einmalige Anschaffung von Hilfsmitteln können in Kauf genommen werden, soferne sie ein für allemal verwertbar bleiben1). Besonders bei der Aufsuchung versteckter Periodizitaten macht sich das Fehlen von Hilfsmitteln, wie Tabellen der Winkel für verschiedene Periodenlangen, der sin und cos dieser Winkel und ihrer Vielfachen, durch welche die Rechnungen weniger mühevoll gestaltet werden, sehr bemerkbar. Diese fühlbare Lücke in der Reihe unserer Behelfe sollen die hiermit veröífentlichten Rechentafeln zur harmonischen Analyse" ausfiillen. Nun gilt es vorerst, nicht nur allén jenen meinen warmsten Dank auszusprechen, welche das vorliegende Werk wahrend seines Werdeganges förderten, sondern auch jenen, die sein Erscheinen überhaupt möglich machten. Zu ganz auBerordentlichem Danke bin ich Herrn Univ.-Prof. Dr. Rudolf Spitaler, Vorstand des Institutes für kosmische Physik der deutschen Universitat in Prag und Direktor des meteorologischen Observatoriums auf dem Donnersberge (Böhmen) verpflichtet. Diesen hier zum Ausdruck zu bringen, ist nicht alléin Gebot, sondern auch aus überzeugtem Herzen flieBendes Bedürfnis. Prof. Spitaler hat mich nicht nur durch gröBtes Interesse an der Entstehung und den Fortschritten des Werkes gefördert, sondern auch vor allém dadurch, daB er mir die selbstschreibende Addier- und Subtrahiermaschine Goerz A" seines Institutes zur Verfügung stellte und bewilligte, daB ich und sein Unterbeamte, zum Teil wahrend der Dienststunden, an der Fertigstellung der Tabellen arbeiteten. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn ich behaupte, daB ich ohne dieses ganz groBe und selten vorkommende Wohlwollen Prof. Spitalers, meines hochverehrten Lehrers und langjahrigen, gütigen Vorgesetzten, die Inangriffnahme dieses Tabellenwerkes kaum gewagt hatte, seine Beendigung zum mindesten um viele Monate hinausgezögert worden ware. GroBen Dank schulde ich Herrn Prof. Dr. L. Weickmann, Direktor des geophysikalischen Institutes der Universitat in Leipzig, für das befürwortende Gutachten, welches er auf Ansuchen des Verlages über Richtigkeit und praktische Verwendbarkeit meiner Rechentafeln auf Grund der ihm vorgelegten Stichproben abzugeben die Giite hatte. Der Unterbeamte des Institutes für kosmische Physik der deutschen Universitát, Herr W. Dubsky, war mir in vorbildlicher Weise behilflich. Er hat den gröBten Teil der maschinellen und Schreibarbeiten in uneigennützigster Weise besorgt. Herr W. Dubsky hat in freiwilligem, monatelangem Eifer selbst die Opferwilligkeit meiner Hilfskrafte im Felde, die doch unter dem Zwange des Selbsterhaltungstriebes dienten, überboten. SchlieBlich habe ich dem Herrn Verleger den hcrzlichsten Dank auszusprechen. Nur durch das groBe Entgegenkommen der Verlagsbuchhandlung ist es möglich gewesen, das nachfolgende Tabellenwerk, dessen Yeröffentlichung sich in der gegenwartigen Zeit schwere Hindernisse in den Weg stellten, einem gröGeren Kreise von Fachgenossen nutzbar zu machen. Prag, im September 1925. Leo Wenzel Pollak.