Bővebb ismertető
Regine lag wach, die Augen weit offen, und lauschte auf die Atemzüge, die vom Nachbarbett kamen. Ihr Mann schlief wie immer. Sein Atem ging kurz, etwas schnaufend, aber ganz regelmáfíig, wie bei allén Menschen, die tagsüber schwere körperliche Arbeit leisten müssen. Regine dachte daran, dafi sie schon oft so gelegen hatte, auf Erwins Atemzüge lauschend. In den ersten Ehejahren, wenn sie noch langenach seinen Zártlichkeiten wie gefesselt lag. Und dann spáter, im Krieg, wenn er auf Urlaub da war. Wie oft hatte sie sich über Erwins tiefen, gesunden Schlaf gefreut, der ihn in der gleichen Minute übermannte, in der er sich ins Bett sinken liefí, der ihn kráftigte und stáhlte, wie er einen Sáugling stáhlt; ein Schlaf, den offenbar nichts auf der Welt gefáhrden und erschüttern konnte. Aber heute war das etwas anderes. Heute hatten sie sich böse und harte Worte gesagt, und heute empfand Regine beim gleichmáfiigen Geráusch der Atemzüge, die den Raum erfüllten, fast körperlichen Schmerz. Dafi er trotz des vorangegangenen Streits so ruhig schlaf en konnte! Sie drehte sich auf die Seite. In dem mattén Lichtschein, der von der Strafíenlaterne durchs Fenster fiel, konnte sie Erwins Gesicht erkennen. Seine kráftige grofie Nase war in die Kissen gebohrt. Die eigensinnig aufgeworfenen Lippen waren nur lose geschlossen und bauschten sich bei jedem Atemzug ein wenig auf, wobei ein leise pfeifendes Geráusch entstand. Regine brauchte nur den Arm auszustrecken und ihren Mann zu rütteln, dann würde das Pfeifen abbrechen. Aber sie tat es nicht. Einmal, weil sie