Bővebb ismertető
VORWORTDie folgenden Untersuchungen sind aus Vorträgen hervorgegangen, die auf der Innsbrucker religiös-wissenschaftlichen Tagung des Verbandes der Vereine katholischer Akademiker zur Pflege der katholischen Weltanschauung im Jahre 1925 gehalten wurden. Eine Wesensanalyse von Reinheit und Jungfräulichkeit soll hier geboten w^erden nicht pädagogische Anleitungen, noch kasuistisch - praktische Abgrenzungen, auch nicht eine Apologie der Reinheit und der Jungfräulichkeit gegenüber ihren Verächtern. Darum steht hier bei der Behandlung des W^esens der Reinheit nicht die Frage im Vordergrund, wie weit die Sphäre des Erlaubten reiche, sondern diese: was zur vollen Tugend der Reinheit gehöre, und worin das Ideal der Reinheit bestehe. Die für die Sphäre des Sittlichen generell grundlegenden Ideen und Tätbestände, auf die in dieser Arbeit Bezug genommen wird, sollen bald in einer systematischen Ethik eingehend entwickelt werden. Zum Teil wurden sie schon in früheren Arbeiten des Verfassers ausführlich behandelt. (Die Idee der sittlichen Handlung in: Jahrbücher für Philosophie und phänomenologische Forschung, herausgegeben von Edmund Hus-serl, Bd. IIL Halle 1916 sowie: Sittlichkeit und ethische Werterkenntnis, ebenda Bd. V, Halle 1921.)Der Grund für eine Zusammenfassung von Reinheit und Jungfräulichkeit ist sachlicher Natur. Obgleich die Jungfräulichkeit in ihrem Sinn und Wert etwas durchaus Neues und Selbständiges gegenüber der Reinheit darstellt.