Bővebb ismertető
ehr als 1,2 Milliarden Bewohner. Ein Staatsgebiet, das sich 4500 Kilometer von Ost nach West und fast ebenso weit in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Der längste Strom Asiens (Jangtse), der höchste Berg (Everest) und die mit 154 Meter unter dem Meeresspiegel zweittiefste Landsenke der Welt (Turfan). Reihenweise gläserne Wolkenkratzer und in ihren Schatten Tempel, Paläste und Gärten einer Jahrtausende alten Hochkultur. Boomende Metropolen mit aberwitzigen Wachstumsraten, wo der Luxus wilde Kapriolen schlägt. Im Gegenzug weite Landstriche, in denen die Bauern und Heere von Wanderarbeitern ein Leben in unsäglicher Armut fristen. Und über all dem ein Regime, das zu Beginn des dritten Millenniums seine Untertanen auf die künftige Rolle einer Weltmacht einschwört und ihnen eine helle Zukunft prophezeit, seine Kritiker jedoch bis heute einkerkert und jährlich abertausende Menschen zwecks Abschreckung hinrichtet. Das Reich der Mitte als eines der Kontraste zu beschreiben, grenzt an eine Binsenweisheit. Doch für welches Land träfe eine solche Charakterisierung mehr zu als für diesen „Kontinent im Kontinent"? Ein Staatsgebilde von so gewaltiger Dimension kann Neuankömmlinge naturgemäß nicht nur begeistern. Es muss sie in gewisser Hinsicht auch erschrecken. Dennoch: Wer Widersprüchlichkeit nicht als Makel, sondern als Reiz empfindet, wird das Reiseland China als faszinierendes Abenteuer erleben. Und die Notwendigkeit, die eigenen Bilder und Urteile auf Schritt und Tritt zu revidieren, als spannende Herausforderung annehmen.
DIE STRUKTUR DES LANDES
Am einfachsten ist noch die geografische Standortbestimmung: China misst fast zehn Millionen Quadratkilometer, umfasst also in etwa die Fläche ganz Europas oder 27 mal die Deutschlands. Es hat von Afghanistan bis Korea, von Laos bis Russland insgesamt 14 Staaten zu Nachbarn. Seine Grenzen sind
12