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Reisebuch DDR [antikvár]

 
Landeskundlicher Überblíck Bei einer Fláche von 108179 km2 betrágt die gröfcte Nord-Süd-Ausdehnung der DDR rund 500 km, die lángste Ost-West-Erstrekkung 350 km. lm Norden grenzt die DDR mit 340 km Lángé ihrer Aufcenküste an die Ostsee, das Baltische Meer", wie es von der Mehrzahl seiner Anlieger genannt wird. Nachbar im Osten an Oder und Lausitzer Neifce ist die Volksrepublik Polen (456km Grenzlánge). Nach Südosten grenzt sie im Elbsandsteingebirge und auf dem Kamm des Erzgebirges an die Tschechoslowakische Sozialistische Republik...
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Landeskundlicher Überblíck Bei einer Fláche von 108179 km2 betrágt die gröfcte Nord-Süd-Ausdehnung der DDR rund 500 km, die lángste Ost-West-Erstrekkung 350 km. lm Norden grenzt die DDR mit 340 km Lángé ihrer Aufcenküste an die Ostsee, das Baltische Meer", wie es von der Mehrzahl seiner Anlieger genannt wird. Nachbar im Osten an Oder und Lausitzer Neifce ist die Volksrepublik Polen (456km Grenzlánge). Nach Südosten grenzt sie im Elbsandsteingebirge und auf dem Kamm des Erzgebirges an die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (430 km). Die lángste Grenze (1381 km) hat die Deutsche Demokratische Republik im Westen und Südwesten mit der Bundesrepublik Deutschland. Inmitten des Territoriums der DDR liegt Westberlin. Ihre Attraktivitát als Reiseland verdankt die DDR drei Eigenheiten: Erstens besitzt sie in ihren Stádten, und zwar sowohl den altén mit ihren kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten als auch den neuerbauten, mit ihrem gegenwartsbezogenen Leben, touristische Anziehungspunkte allerersten Ranges. Wer möchte nicht einmal Berlin, die Hauptstadt der DDR, Dresden, das kulturelle Zentrum an der Elbe, Leipzig, die alte und zugleich moderne Messestadt, oder Rostock, die Metropole an der Ostseeküste gesehen habén? Zweitens verfügt sie über viele, in ihren Reizen einmalige Landschaften, sowohl an der Ostseeküste, in den mecklenburgischen und brandenburgischen Seengebieten, im Binnentiefland und in den thüringischen und sáchsischen Mittelgebirgen. Wer möchte nicht einmal den Thüringer Wald oder das Elbsandsteingebirge, den Spreewald oder die Márkische Schweiz, die Mecklenburger Seen oder die Inseln Rügen und Usedom erieben und hier einen lángeren Urlaub verbringen, um die Eigenart dieser Landschaften und ihrer Menschen kennenzulernen? Drittens ist es die beachtliche Wirtschaftskraft der DDR, die nach ihrer Fláche nur an 99. Stelle unter den Staaten der Erde steht, nach dem Umfang ihrer industriellen Produktion jedoch zu den führenden Lándern der Welt gehört. Mit 155 Einwohnern pro Quadratkilometer záhlt sie zu den dichtestbevölkerten Lándern der Welt. Die Deutsche Demokratische Republik gliedert sich in physisch-geographischer Hinsicht in das nördliche Tiefland, etwa zwei Drittel des Territoriums umfassend, und das südliche Mittelgebirgsland, etwa ein Drittel der Gesamtfláche. Die Oberfláchengestaltung des Tiefiandes erfolgte im wesentlichen wáhrend der jüngsten geologischen Vergangenheit, im Eiszeitalter (Pleistozán). Damals drangen mehrmals von Skandinavien her infolge einer allgemeinen Klimaveránderung gewaltige Gletschermassen nach Süden vor, zweimal bis nahe an die Mittelgebirge, das dritte Mai bis in den Norden der heutigen DDR. Wáhrend der Inlandvergletscherung und bei ihrem Abtauen wurde das mittransportierte Gesteinsmaterial in Form von Moránen abgesetzt. Durch die Schmelzwásser entstanden sowohl Sandaufschüttungen als auch Rinnen. In den Hohlformen bildeten sich Seen. Der Wind verwehte Staub und setzte ihn als LöG wieder ab. In solchen, vielfáltig miteinander verknüpften Vorgángen hat das Tiefland mit seinen Ebenen und Hügellándern, seinen Flüssen und Seen seinen Ursprung. Die Mittelgebirge bestehen dagegen in erster Linie aus geologisch sehr altén Gesteinen. lm Tertiár wurden einzelne Schollen durch die Gewalt der gebirgsbildenden Kráfte des Erdinnern herausgehoben. Sie bilden heute Hochschollen wie den Harz, den Thüringer Wald oder das als Pultscholle schrággestellte Erzgebirge. Andere Schollen behielten ihre Höhenlage oder veránderten sie nur wenig. Sie wurden wie das Thüringer Becken in die unter unterschiedlichen Klimaverháltnissen auch jeweils unterschiedlich verlaufenen Abtragungsvorgánge einbezogen. So wechseln im Mittelgebirgsland fláchenhafte Abtragung (Einrumpfung) und Zerschneidung der Gebirge durch die Flüsse miteinander ab. Die nördlichste der groften naturráumlichen Einheiten ist die Küstenlandschaft lángs der Ostseeküste. Auf über 130 km Küstenlánge sind es beackerte oder bewaldete Moránen der letzten Kaltzeit, die mit steilem Kliff zum Meer hin abfallen. Von der insgesamt 340 km langen AuGenküste schwingen auf rund 200km Flachufer, mit Dünen besetzte Strandwálle und Nehrungen, zwischen den Steilufern von Landvorsprung zu Landvorsprung. Der Wechsel zwischen Steilufer und Flachufer erfolgt sehr schnell; dadurch entstehen abwechslungsreiche Landschaftsbilder mit immer neuen Reizen. Überall an den Flachuferabschnitten, aber auch vor den meisten Steilufern erstrecken sich breite Sandstránde. Durch den Verlauf der Küstenlinie unterscheidet sich die Ostseeküste der DDR von derjenigen der Nachbarlánder. Es fehlen ihr die offenen, tief in das Land eindringenden Meeresbuchten der Fördenküste wie im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Termékadatok

Cím: Reisebuch DDR [antikvár]
Kiadó: VEB Tourist Verlag
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
Méret: 150 mm x 250 mm
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