Bővebb ismertető
Vorwort
Zunehmend mehr Menschen aus allen Teilen der Welt zieht es Jahr für Jahr nach Galápagos, dem Tierparadies im Ostpazifik. Dieser noch immer unkontrolliert wachsende Besucherstrom bringt die Inseln in größte Gefahr. Was also tun?
Gerade in solchen Fällen gerät man als Biologe und Studienreiseleiter stark Ins Kreuzfeuer kritischer Naturschützer. Sie fragen mit Recht, ob es für einen Biologen zu verantworten ist, heute noch Touristengruppen in so fragile Schutzgebiete wie das von Galápagos zu führen. Auf der anderen Seite stehen »vor Ort« die z.T. vorwurfsvollen Fragen von Reiseteilnehmern, ob es nicht reichlich übertrieben Ist, als Reiseleiter darauf zu bestehen, Nationalparkregeln peinlich genau einzuhalten und wirklich nichts außer Fotos und Erinnerungen mitzunehmen. Wir glauben, daß sowohl eine grundsätzliche Ablehnung von Naturreisen, als auch eine oberflächliche Behandlung der während dieser Reisen auftretenden Fragestellungen dem Ziel des Naturschutzes nur abträglich sind. Wer als interessierter Mensch keine Möglichkeit hat Natur kennenzulernen, wird sich auch nicht zu Ihrem Beschützer aufschwingen. Nur eigenes Erleben und daraus wachsende Kenntnis und Begeisterung wandeln einen Konflikt Tourist- Natur in ein produktives Miteinander. Ein fachkundiger und verantwortungsbewußter Reiseleiter kann diese Entwicklung ebenso unterstützen wie ein guter »Reiseführer Natur«. Dies gilt in besonderem Maße für Galápagos, ein sicher »kritisches« Reiseziel, das viel Feingefühl verlangt. Obwohl sich zunehmend Stimmen mehren, die von einem Besuch des Archipels wegen zu befürchtender Schäden grundsätzlich abraten, ist eine vollständige Einstellung des Tourismus hier weder durchführbar noch sinnvoll. So finanziert 2. B. Ecuador- keiner der reichsten Staaten dieser Welt - mit den Einnahmen aus den Nationalparkgebühren und anderen finan-
ziellen Leistungen des Tourismus zumindest einen Teil der dringend notwendigen Schutzmaßnahmen. Allerdings ist es unerläßlich, die Zahl der Besucher in Zukunft zu begrenzen. Ebenso wird es aber auch an jedem einzelnen Touristen liegen, die Tier- und Pflanzenwelt der Inseln mit Respekt zu behandeln und Einsicht für die notwendigen Beschränkungen zu zeigen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1959 arbeitet die internationale Charles-Darwin-Gesell-schaft (CDF) an Programmen zu Schutz und schonender Nutzung der Natur von Galápagos. Dabei geht es sowohl um die Regeneration des vom Menschen bereits stark veränderten Insel-Ökosystems als auch um die Begrenzung weiterer Schäden aller Art. Wer hier etwas tun möchte, kann die kostenintensiven Projekte der Gesellschaft durch steuerabzugsfähige Spenden in unbegrenzter Höhe unterstützen. Die Gelder können, versehen mit dem Vermerk »zweckgebunden für die Galápagos-Insein«, an folgende Adressen gesandt werden:
Umweltstiftung WWF-Deutschland, Hedde-rlchstr. no, D-6000 Frankfurt/Main 70; Spendenkonten: Nr. 2000 bei allen Banken und Sparkassen; Nr. 999999 bei allen Postgiroämtern.
Zoologische Gesellschaft von 1858, Alfred-Brehm-Platz 16, D-6000 Frankfurt/Main 1; Spendenkonten »Hilfe für die bedrohte Tierwelt«: Postscheckkonto Nr. 47-601, Postscheckamt Frankfurt/Main, BLZ 50010060; Nr. 35556.9, Effektenbank Warburg AG, Frankfurt/Main, BLZ 501 20717. World Wildlife Fund International, Avenue du Mont Blanc, CH-1196 Gland, Schweiz. Wir hoffen, daß so unter der Mithilfe aller die Tier- und Pflanzenwelt dieser liebenswerten Inseln nicht nur dauerhaft erhalten wird, sondern auch für den verantwortungsbewußten Naturreisenden offen bleiben kann.
Wolfgang Bittmann Brigitte Fugger