Bővebb ismertető
Vorwort
Seit den siebziger Jahren nehme ich auf meine Reisen ein Diktiergerät mit. Ich diktiere Ideen zu Artikeln und Büchern, aber auch Reiseeindrücke.
Ein Psychoanalytiker achtet auf Phänomene, die Unbewußtes erschließen lassen. Zunächst interessiert er sich aber für die Oberfläche. Er lernt, direkt Beobachtbares genau zu sehen.
Wie ein Hotelportier oder ein Kellner sieht der Psychoanalytiker an Menschen manches, das einer nicht sehen würde, der nicht Hotelportier oder Kellner ist, wie sie schließt er von früheren Erfahrungen auf Gegenwärtiges. Entsprechendes gilt für Praktische Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer.
Sicher wirkt sich die Art, Menschen zu sehen, wie man sie als Angehöriger eines Berufes lernt, in dem man mit Menschen zu tun hat, auch auf das Sehen von Dingen aus. Menschen werden durch ihre Umwelt beeinflußt: in ihren Stimmimgen und in ihrem Handeln. Zwar sieht ein Psychoanalytiker Analysanden in erster Linie in ihrer Beziehung zu ihm selbst. Diese Beziehung sagt ihm etwas über die Analysanden: darüber, wie sie sind und wie sie so geworden sind. Er achtet auch darauf, wie sie mit anderen Menschen umgehen und mit Nichtmenschlichem, mit Lebendigem und Unlebendigem. Wenn ein Analysand von einer Reise erzählt, interessiert sich der Psychoanalytiker für das, was der Analysand gesehen hat, aber auch dafür, welche Reaktionen das Gesehene und Gehörte in ihm hervorrief. Der Psychoanalytiker achtet auf die Gemütszustände anderer Menschen, aber auch auf seine eigenen und es interessiert ihn, was diese Gemütszustände beeinflußt. Vieles sieht er aber nicht anders als Menschen in anderen Berufen und ohne daraus Schlüsse ziehen zu wollen.
Im veröffentlichten Text sind nicht öffentliche Personen meist anonymisiert. Menschen aus meiner privaten Sphäre
l i i'' H
I t . , ;