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Ursprung des menschlichen Lebens Ein altes Vorurieil besagt, Schwarzafrika sei bis zur Ankunft der Europaer ein weitgehend geschichisloser und vom Wellgeschehen unberührier Kontinent gewesen. Diese Annahme trügf und isi lángsl durch die moderne Ceschichtsforschung widerlegt worden. Gcrade well in Afrika zumeist schriflliche Überlieferungen fehlen, slehl die Wissenschaíl hier vor der schvvierigen Herausforderung, zahlreiche Fundslücke, Rellkte und historische Berichte wie Puzzlestücke zu einem Marén Bild zusammen zu selzen. Dabei offenbaren sich faszinierende Erkennlnisse: Machtvolle Königreiche, die blühenden Goldhandel mit Arabien und Asien belrieben, Sladtburgen aus gehauenem Stein, riesige Völkerwanderungen. Nur langsam lichtei sich die Dunkelheit über der afrikanischen Geschichte. Nach heutiger Erkenntnis gilt der schwarze Kontinenl als Wiege der Menschheil. Hier sebein) sich der entscheidende Evolutionsschub vom Affen zum Menschen vollzogcn zu habén. Vor fast 6 Mio. Jahren spalteten sich die Vorfahren der Hominlden von denen der Schimpansen ab, es entstanden der noch eher affcnáhnliche MilleniunvMcnsch" {Orrorín lugensis) und nachfolgend der erste sog. Vormensch IAusiralopithoi us). Aus diesem ging im südlichen Afrika vor rund 2,5 Mio. Jahren der Frühmcnsch der Gatlung .Homo" hervor, der sich durch zunehmende Gehimgröfie, die Fortliewcgungsarl am Boden und seine Werkzeugkultur auszeichnete. / /ormi hahilfc wai der crsle Frühmensdi und breitete sich in mehreren geographischon Varlanlen bis Ostafrika aus [z. B. Homo eudolíensis). Die Weiterentwicklung der llominiden, u. a. die Krttftigung und VergröBerung von Skélett und Schadelknochen, schulen vor 2 Mio. (ahren den .autgerichteten Menschen" Homo erectus. Spátestens ihm geiartg eine Auslneitung von Afrika bis nach Asien und Európa, wobei ihm seine anatomischen Veránderungen, wie der starke Knochenbau. behüfIch waren. Gleichzeitig setzten Entwkklungsschriite ein. die für eine eríolgreichc Auswanderung notwendig sind: Die Nui/barmachung des Fpuers und der Einsatz von Jagdtechnicen. Vor etwa 500 000 Jahren. als im eiszeitlichen Európa der kráftige Neandertaler (Homo neandotUhnsií) in Erscheinung irat, schlug ín Afrika die Geburtsstunde des modernen Menschen" (Homo sapiens). unseres direkten Vorfahren. Bk>lof?sch betrachtet war er vor 200 000 Jahren ausgereift und hielt sich im südlichen und östlkhen Afrik.-, auf. Von hier aus eroberte er schlieSfach in einem beispieOosen Feldzug die resdíche Well. Die Auswandeiung nach Indien und Európa begann vor etwa 120 000 Jahren. Homo sapiens traf dórt auf den Neandertaler. Es folgte eine 50000 Jahre wahrende Periode der Koexistenz beider Gattungen. ehe Homo sapiens den Neandertaler endguittg verdringte. Edauben wir uns nun einen weiten Sprung bis ins Paláolithikum. In dieser Zeit. ab 50 000 v. Chr., waren vor a lem die fruchlbaren Flusstaler besiedelt. Állma hl ich drangen die nomadisch umher /iehenden Bewohner in höher gelegene Gebiete vor, wo sie in H óh len und unter Felsvorsprüngen Schutz fanden. Nur wenig ist über diese frühe Epoche bekannt und noch immer ist unklar, ob die damaligen Bewohner eher ein Buschmannvolk oder negroid waren. lm Neolilhikum (ca. 10 000 vor Chr.) wurde bereits Jagd mit Pfeil und Bogén belrieben und die Menschen lernten, aus Stein und Knochen nützliche Werkzeuge herzuslellen. Diese Kulturstufe wird in der Regei als direkter Vortaufer der Khotsaniden (Buschleute) angesehen.