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Heraklit um 500 vor Christus.
„Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen; die einen zu Sklaven, die andern zu Freien."
Weltkrieg 1914—1921.
„Dieser Krieg machte viele zu Göttern: Joflre, Foch, Climenceau, Lenin, Masaryk, Pilsudski. Er machte zu Menschen: die Russen; zu Freien: die Polen und Tschechen; zu Sklaven: die Deutschen."
Oberschlesien, Mai 1921.
Spätnachmittag im Mai; zwei Hauenburger hockten auf dem Brunnenrand, schauten über den Dorfplatz. Hinten vor einer alten Scheune saßen und standen ein Dutzend Männer herum, reinigten Gewehre und Pistolen. Wilde Jungens, hemd-ärmlig; krachlederne Hosen sah man, Gamsbarthüte, breite Ranzen um die Leiber. Nur: hübsch verteilt, der hatte dies, der andre das. Daneben Gamaschen oder Wadenstrümpfe, Schnürschuhe oder Ackerstiefel, Wollwämser, Joppen oder Windjacken, lange Hosen oder kurze, wie's eben kam: der hatte ein Krätzchen, der eine Reisemütze. Einer nur mit Stahlhelm; der Mann neben ihm trug, tief in den Nacken gezogen, ein knallneues, graues Melonenhütchen. Von einer Linde hing ihr Fähnlein herab: schmale grüne Streifen, auf dem weißen Felde ein roter Adler.
„Eine Wonne, wie die herumputzen", lachte Hornemann. „Was sind's für Burschen?"
Scholz nickte. „Tiroler vom Sturmzug Draxler — kenn sie von der windischen Hätz. Drunten bei Völkermarkt. Die beißen. Gehören zum Freikorps Oberland." — Er zog, ein wenig mühsam, mit der Hand die Windjacke hoch, die von der linken Schulter herabgerutscht war; nur der rechte Arm stak im Ärmel, der andre hielt sich am Hosengurt fest. „Ich wollte, die Megäre wäre fertig; könnte mich verarzten."